Innerhalb der deutschen Sprache

Das Pronomen zählt zu den zehn sogenannten Grundwortarten des Deutschen, die da wären die Nomen, die Verben, die Adverben, die Artikel, die Präpositionen, die Konjunktionen, die Numerale, die Interjektionen, die Adjektive und eben die Pronomen. Jeder dieser Wortart kommt innerhalb der deutschen Sprache eine bestimmte Bedeutung zu.

Was ist ein Fürwort?

Das „Pro“ in dem Wort Pronomen bedeutet „für“, womit sich ein erster Hinweis auf die Funktion des Pronomens ergibt. Denn Pronomen werden auch als Fürwörter bezeichnet, da sie für ein Nomen stehen können. Somit können sie als Stellvertreter für das Nomen agieren. Ein Beispiel wäre hier folgender Satz: Oliver liest ein Buch. – „Er“ liest ein Buch. Das Pronomen muss aber nicht immer für ein Nomen stehen, sondern kann ebenso gut ein Nomen begleiten und es genauer bestimmen. Beispiele hierfür wären etwa die folgenden Sätze: „Ernst“ föhnt „sich“. Der Supermarkt liegt in „dieser“ Richtung. „Welche“ Farbe hat die Sonne?

Verschiedene Arten der Fürwörter

Pronomen lassen sich in mehrere Gruppen unterteilen, in Personal-, Reflexiv-, Demonstrativ-, Possessiv-, Relativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen. Diese sieben Gruppen unterscheiden sich nun nach ihrer Funktion innerhalb eines Satzes oder eines Textes. Ein Personalpronomen, welches auch persönliches Fürwort genannt wird, steht etwa für die erste, zweite oder dritte Person. Als Beispiele können hier ich, du, er, sie, es, wir, ihr oder sie genannt werden. Ein Reflexivpronomen unterscheidet sich davon, indem es sich auf das grammatische oder inhaltliche Subjekt eines Satzes beziehen kann. Deshalb heißen die Reflexivpronomen auch rückbezügliche Fürwörter. Beispiele dafür sind etwa uns, mich oder sich. Ein Demonstrativpronomen, welches auch hinweisendes Fürwort genannt wird, hebt die Wichtigkeit einer Sache oder einer Person hervor und betont diese Sache oder diese Person besonders deutlich. Beispiele sind hier die Wörter dieser, jene, dieses, derjenige, dieselbe, dasjenige oder dasselbe. Im Unterschied dazu wird ein Relativpronomen auch als bezügliches Fürwort bezeichnet, welches Relativsätze einleitet und sich so auf den Hauptsatz eines Satzes bezieht. Wörter wie welche, welcher, welches oder deren können hier als Beispiel gelten. Eine weitere Art der Pronomen sind die Interrogativpronomen. Sie werden auch als fragende Fürwörter bezeichnet, weil sie einen bestimmten Sachverhalt erfragen. Beispiele sind hier warum, wieso oder weshalb. Die Indefinitpronomen, welche auch als unbestimmte Fürwörter bezeichnet werden, wenden sich unbestimmten Sachen zu. Beispiel sind hier alle, jemand oder manche. Das Possessivpronomen hingegen drückt ein bestimmtes Abhängigkeitsverhältnis aus. So sind etwa die Wörter mein, dein oder unser hier einzuordnen.