Wer sich mit Grammatik beschäftigt, wird früher oder später auch auf Pronomen stoßen. Doch was sind Pronomen überhaupt? Wann werden sie benutzt? Welche Arten von Pronomen gibt es? Und welche spezielle Aufgabe haben Reflexivpronomen?

Was sind (Reflexiv-) Pronomen?

Pronomen können als Begleiter von Nomen verwendet werden, ersetzen Nomen und stellen Verknüpfungen im Text her. Man dekliniert sie je nach dem verwendeten Nomen („dieses Haus“ – „diese Häuser“).
Reflexivpronomen müssen mit bestimmten Verben verwendet werden. Sie beziehen sich meist auf das Subjekt des Satzes z.B. „Ich wusch mich.“.

Unterschiede zwischen den Pronomen

Reflexivpronomen unterscheiden sich von anderen Pronomen. Man muss auf die Verwendung des richtigen Pronomens achten, sonst entstehen Missverständnisse.

  • Personalpronomen: Im Satz „Er ärgerte sich“ bezieht das Pronomen sich auf dieselbe Person, deswegen ist dies ein Reflexivpronomen. Im Satz „Er ärgerte mich“ bezieht das Pronomen sich auf eine andere Person, deswegen ist es ein Personalpronomen.
  • Possessivpronomen: Possesivpronomen zeigen den Besitz an. Beispiele für Possesivpronomen sind „mein“, „dein“, „unser“ usw.
  • Demonstrativpronomen: Demonstrativpronomen zeigen etwas und weisen auf eine bestimmte Art hin. Dies können Pronomen wie „diese“ oder „jene“ sein.

Verwendung von Reflexivpronomen

Reflexivpronomen werden meist zusammen mit reflexiven Verben benutzt. Dann gelten sie nicht mehr als eigenständiges Satzglied sondern als Teil des Prädikats. Achtung: Manche reflexive Verben werden auch ohne Pronomen verwendet, dann sind sie transitiv. Ein Beispiel dafür ist „Ich interessierte mich für den Film“ (Reflexiv) und „Der Film interessierte viele Jugendliche“ (Transitiv).
Nur im Akkusativ und Dativ wird die eigene Form des Reflexivpronomen („sich“) in der dritten Person Singular und Plural verwendet. Ansonsten wird das Personalpronomen verwendet.
Einige reflexive Pronomen werden auch reziprok verwendet und ersetzen „einander“. Das ist zum Beispiel bei „sich lieben“ der Fall. Um besonders genau zu sein, sollte man das jedoch vermeiden, denn es besteht ein großer Unterschied zwischen „Romeo und Julia lieben einander“ (gegenseitige Liebe) und „Romeo und Julia lieben sich“ (egozentrische Eigenliebe).