Es kann sehr schnell gehen, der Verlust des Arbeitsplatzes, nicht eingeplante Ausgaben oder unvorsichtige Vertragsabschlüsse führen zu ungeplanten Schulden und bevor Sie sich versehen, droht Ihnen die Situation über den Kopf zu wachsen. In vielen Fällen lassen sich Schulden jedoch durch umsichtiges Handeln in den Griff kriegen.

Erste Schritte: nicht den Kopf in den Sand stecken

Wichtig ist zunächst, nicht die Augen zu verschließen und unangenehme Briefe ungeöffnet zur Seite zu legen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über offene Rechnungen und zu bezahlende Schulden. Listen Sie alle Beträge und die dazu gehörigen Gläubiger auf und halten Sie auch schriftlich fest, wie viel Geld Sie monatlich zur Verfügung haben und was Sie zur Tilgung der Schulden aufwenden können.

In Kontakt bleiben

Keine Reaktion ist immer die schlechteste Wahl. Die Gläubiger können nicht einschätzen, ob Sie zahlungsfähig und zahlungswillig sind, es folgen Mahnbescheide und der Gerichtsvollzieher. Um das zu vermeiden, setzen Sie sich frühzeitig mit den Gläubigern in Verbindung. Reagieren Sie auf Mahnungen, erklären Sie Ihre Situation, bitten Sie um Stundung und bieten Sie von sich aus Lösungen wie eine Ratenzahlung an. Auch ein Brief von einem Inkassounternehmen ist kein Grund zur Panik. Prüfen Sie zunächst, ob die Forderung berechtigt ist und nehmen Sie dann Kontakt zu dem Unternehmen auf. Dazu finden Sie Tipps und weitere Informationen hier.

Festlegen, welche Schulden am Wichtigsten sind

Nicht wer am meisten drängelt, muss als erstes bezahlt werden. Legen Sie eine Rangfolge der Wichtigkeit fest. Ganz oben auf der Prioritätenliste sollten dabei Schulden stehen, von deren Begleichung Ihr tägliches Leben abhängt, wie Forderungen von Energieversorgern oder Vermietern. Aktualisieren Sie immer sorgfältig, wo Sie noch Schulden haben und bewerten Sie auch die Dringlichkeit regelmäßig neu.

Kämpfen Sie nicht alleine

Wenn Sie selbst den Überblick zu verlieren drohen, nicht mehr wissen, wie Sie die Schulden bezahlen sollen und sich überfordert fühlen, wagen Sie den Schritt zu einer Schuldnerberatungsstelle. Diese beraten Sie bei Schritten wie einer Privatinsolvenz, die Sie dauerhaft von Ihren Schulden befreien kann. Aber auch ohne Insolvenzverfahren können Schuldnerberater eine große Hilfe sein. Gerade bei Verhandlungen mit Behörden, etwa im Fall von Steuerrückständen, sind Sie in einer besseren Verhandlungsposition und handeln günstigere Bedingungen für Sie aus.