Der Deutsch-Französische-Krieg fand vom 19.7.1870 bis 10.5.1871 statt.

Die Lage vor dem Deutsch-Französischen-Krieg

Schon im Vorfeld des Krieges hatte der französische Kaiser Napoleon III. versucht, Vorteile aus dem Zerwürfnis zwischen Österreich und den Ländern Süddeutschlands und dem Königreich Preußen zu ziehen. Er wollte die Vormachtstellung in Europa. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck konnte durch kluges Taktieren und Verhandeln einen Erfolg Frankreichs verhindern. Kaiser Napoleon fühlte sich betrogen und wollte Rache. Für ihn bedeutete der Aufstieg Preußens eine Niederlage. Da er sich im eigenen Land gegen die Republikaner durchsetzen mußte, war ihm ein deutliches Zeichen an Deutschland wichtig.

Ursachen Deutsch-Französischer-Krieg

Kaiser Wilhelm I. in Generalsuniform

Kaiser Wilhelm I. in Generalsuniform

1868 wurde die spanische Königin Isabella II. abgesetzt. Das führte zu einer französischen Einmischung um die Thronfolge. Der französische Botschafter stellte in Bad Ems umfangreiche Forderungen an König Wilhelm I. von Preußen. Die Hohenzollern sollten auf den spanischen Thron verzichten. Frankreich erlitt hier eine diplomatische Niederlage. Die Emser Depeche war ein Telegramm, daß Bismarck in Berlin über die Vorfälle in Bad Ems unterrichtete. Bismarck ging mit ihr an die Öffentlichkeit. Sie wurde in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung gedruckt. Das nahm Frankreich die Möglichkeit, den Misserfolg vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Nun sahen die Franzosen einen Anlass, dem Norddeutschen Bund den Krieg zu erklären. Die süddeutschen Länder verbündeten sich mit dem Norddeutschen Bund.

Deutsch-Französischer-Krieg: Welche Kriegsparteien gab es und wie verlief der Krieg?

  • Norddeutscher Bund
  • Königreich Bayern gegen Frankreich
  • Königreich Württemberg
  • Großherzogtum Baden

Unter dem Befehl von Wilhelm I. unter dem Befehl von Napoleon III. Schon nach wenigen Wochen waren die Franzosen besiegt und Napoleon bei Sedan gefangen genommen. Als „Dritte Republik“ führte Frankreich den Krieg weiter. Nachdem Paris gefallen war, zeigte sich Frankreich zu Verhandlungen bereit. Es kam im Februar 1871 zum Vorfrieden von Versailles. Am 10.5.1871 wurde der Krieg beendet und der Friedensvertrag von Frankfurt geschlossen.

Auswirkungen des Deutsch-Französischen-Krieges

Bereits im Krieg wurde das Deutsche Reich gegründet. Mit Unterzeichnung des Friedensvertrages erhielt das Deutsche Reich das Elsass und Teile Lothringens, sowie 5 Milliarden Goldfranc als Reparation von Frankreich. Auf beiden Seiten waren zahlreiche Tote und Verwundete zu beklagen. Viele Franzosen mußten in Gefangenschaft.