Eine Akkumulation ist unter anderem in Gedichten oder Liedern nicht selten vorzufinden. Sie ist ein effektives Stilmittel und ist, auch wenn man zunächst vielleicht nichts mit dem Begriff anfangen kann, mit Sicherheit jedem schon einmal begegnet. Unter einer Akkumulation versteht man eine Worthäufung, bei der mehrere Wörter eines Oberbrgriffs aufgelistet sind. Dies ist für das Verständnis einer Aussage eigentlich nicht notwendig, wird als Stilmittel aber gerne genutzt.

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

Deutlich wird dies zum Beispiel in einem Kinderlied wie „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“, der Redewendung „Frauen, Männer, Kinder, Alte, Junge – jeder wollte kommen“ oder der Zeile „Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städte und Felder.“ aus einem Abendlied von Paul Gerhardt. Auch in Klassikern wie in Faust von Johann Wolfgang von Goethe ist eine Akkumulation vorzufinden: „Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott!“ Eine Akkumulation ist allerdings nur eine von sehr vielen rhetorischen Stilmitteln.

Was sind rhetorische Figuren?

Unter einer Akkumulation versteht man eine Worthäufung, bei der mehrere Wörter eines Oberbrgriffs aufgelistet sind.

Unter einer Akkumulation versteht man eine Worthäufung, bei der mehrere Wörter eines Oberbrgriffs aufgelistet sind.

Rhetorische Figuren wie der Akkumulationen dienen dazu, Texte aufzuschmücken und das Lesen dieser Texte zu einem Genuss zu machen. Solche Stilmittel werden in Sachtexten und wissenschaftlichen Arbeiten nicht verwendet, da sie, wie man an der Akkumulation sehen kann, zum einfachen Verständnis nichts beitragen. Es gibt viele Möglichkeiten, rhetorische Figuren in einen Text einfließen zu lassen. Je kreativer und ausgefallener dies gemacht wird, umso besser wird ein Autor meistens eingeschätzt. Die Verwendung ist aber so gängig, dass selbst ein bewusstes komplettes Weglassen dieser Figuren ein gewisses stilistisches Mittel sein kann.

Beispiele von Stilmitteln

Neben Akkumulationen finden sich noch viele weitere Beispiele. Folgende sind nur wenige der bekanntesten Stilmittel: Alliterationen (Bei Wind und Wetter; mit Mann und Maus; mit Kind und Kegel), Anapher (Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll), Ellipsen (Je schneller, desto besser), Metaphern (Blüte des Lebens) oder rhetorische Fragen (Wer glaubt das denn noch?). Jede dieser Stilmittel haben eine andere Funktion. Manche sind sich ähnlich, werden dennoch differenziert und unter verschiedenen Begriffen untergeordnet. Es lohnt sich, sich im Detail mit rhetorischen Mitteln auseinanderzusetzen. Sei es, um ein ausgefallen guter Autor zu werden oder als Leser in einem Text nichts mehr zu verpassen.