Vielen ist die Metapher noch ein Begriff aus dem guten alten Deutschunterricht, nicht selten verbunden mit einer Hassliebe. Ob in Goethes allseits bekannten Lebenswerk „Faust“ oder in Gedichten expressionistischer Dichter – überall tauchen sie auf. Doch Metaphern werden nicht unbedingt immer als solche identifiziert.

Was ist eine Metapher bzw. eine rhetorische Figur?

Bei einer Metapher handelt es sich um eine rhetorische Figur. Rhetorischen Figuren sind sprachliche Stilmittel, die in Texten oder Reden als Gestaltungsmittel eingesetzt werden und nicht selten eine bestimmte Wirkung erzielen sollen. Ebenso finden diese öfters, wenn auch meistens unbewusst, im alltäglichen Leben Verwendung. Genauer gesagt, handelt es sich bei einer Metapher um ein sprachliches Bild, das durch die Verknüpfung von Wörtern ensteht, welche gewöhnlich unverbunden sind. Metaphern sind nicht wortwörtlich zu verstehen, sondern im übertragenen Sinne. „Baumkrone“ ist ein Beispiel für eine Metapher. Wortwörtlich ausgelegt, würde es sich um eine Krone handeln, dessen Material ein Baum bildet, vielmehr ist jedoch die Spitze des Baumes gemeint. Genau so verhält es sich mit dem Gebrauch von „Stroh im Kopf“. Mit dieser Äußerung soll nicht etwa darauf hingewiesen werden, dass sich getrocknete Halme von gedroschenem Getreide im Kopf einer Person befinden, sondern es soll vielmehr die nicht vorhandene Intelligenz zum Ausdruck gebracht werden.

Weitere Stilfiguren

 handelt es sich bei einer Metapher um ein sprachliches Bild, das durch die Verknüpfung von Wörtern ensteht, welche gewöhnlich unverbunden sind.

Bei der Metapher handelt es sich um ein sprachliches Bild, das durch die Verknüpfung von Wörtern ensteht, welche gewöhnlich unverbunden sind.

Neben den bereits genannten Metaphern, gibt es noch viele weitere Rhetorische Figuren. Diese lassen sich nicht nur bei berühmten Autoren finden, sondern finden auch Gebrauch in öffentlichen Reden oder in der Werbung.

  • Akkumulation: „Fürchten, hassen, lieben.“ Eine Reihung von Begriffen zu einem (nicht) genannten Oberbegriff.
  • Alliteration: Bei einer Alliteration handelt es sich um eine Wiederholung des Anfangsbuchstaben benachbarter Wörter. Beispiel: „Schwiegermutter sieht schwarz“.
  • Anapher: Ein Wort oder mehrere Wörter werden an Satz- oder Versanfängen wiederholt. Diese Rhetorische Figur findet oft in politischen Reden ihren Platz, in denen beispielsweise durch häufige Verwendung des Wörtchens „Wir“ ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt erreicht werden soll.
  • Hyperbel: Eine starke Übertreibung der Begebenheiten. „Ein Schmerz wie tausend Messerstiche.“

Die Liste könnte noch einige Zeilen weitergeführt werden, doch als Einblick in die Kunst der Sprache genügt diese vorerst allemal.