Die Zollbehörde bzw. der Zoll, auch Zollverwaltung genannt, ist eine nationale Behörde, deren primäre Aufgabe in der Ausführung des Zollrechts liegt. Dieses besteht darin, Steuer- und Zollabgaben zu erheben sowie den Warenverkehr an den Grenzen der jeweiligen Nation zu überwachen und kontrollieren.


In Deutschland ist der Zoll weiterhin dazu beauftragt gegen die Schwarzarbeit vorzugehen. Zur wichtigsten Aufgabe des Zolls gehört die Kontrolle der deutschen Flughäfen. Die Behörde untersteht offiziell dem Bundesfinanzministerium. Somit ist aktuell der Bundesfinanzminister, Wolfgang Schäuble, oberster Vorsitzender des Ministeriums und des Zolls.

Eine Vielzahl verschiedenster Aufgaben muss die Zollverwaltung Tag für Tag bewältigen. Allen voran steht dabei die Überwachung der Landesgrenzen (Grenzaufsicht) und an Flughäfen oder Schifffahrtshäfen, um Schmuggler, die gebührenpflichtige Wareneinfuhr verschweigen oder allgemein verbotene Objekte in das Landesinnere einführen wollen, zu ergreifen. Ebenso kontrolliert der Zoll die Ausfuhr und Durchfuhr der Waren. Für die Einnahme der Bundessteuern (z.B. Stromsteuer, Tabaksteuer, Energiesteuer usw.) ist die Behörde ebenso zuständig, wie für die Einnahme der Zollzahlungen, die Bekämpfung von Schwarzarbeit und Geldwäscherei.

Bei aller Bewegungsfreiheit muss der Zoll natürlich umso mehr mit Schmuggelware wie Zigaretten zu kämpfen

Bei aller Bewegungsfreiheit hat der Zoll natürlich umso mehr mit Schmuggelware wie Zigaretten zu kämpfen

Besonders die Aufdeckung von Schwarzarbeit ist eine eher unbekannte Aufgabe des Zolls. Beamten/innen kontrollieren beispielsweise Baustellen und überprüfen den Pass sowie eine sachgemäße Arbeitserlaubnis der Angestellten. So wird überwacht, dass alle Arbeitnehmer Steuer zahlen und vom Arbeitgeber kranken- sowie sozialversichert sind.

Schengener Abkommen

Dieser Vertrag, auch als Schengener Übereinkommen bezeichnet, betrifft die Abschaffung der Grenzüberwachung der Binnengrenzen der teilnehmenden Staat, den „Schengenstaaten“. Ein erstes derartiges Abkommen („Schengen I“) entstand 1985, an der Westgrenze der damaligen BRD zu Frankreich, Niederlande, Luxemburg und Belgien. Es war eine Art Kontrollverzicht des Personenverkehrs zwischen den fünf Staaten. Ziel war insbesondere die Entwicklung eines europaweiten Binnenmarktes. Aktuell nehmen insgesamt 33 Staaten an diesem Vertrag teil, welche die Regularien vollständig anwenden und somit faktisch keine Grenzkontrollen jedoch Warenkontrollen durchführen. Zu diesen zählen beispielsweise: Deutschland, Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Finnland, Dänemark, Norwegen, Österreich, Luxemburg, Belgien, Tschechien, Polen und Schweiz usw. Der Zoll kann sich dadurch auf sämtliche anderen, ihm auferlegte Aufgaben, konzentrieren.