„Farben, durcheinander, verzerrt, freie Formen, Realitätsfremd…“ wird man hören wenn man willkürlich Menschen auf der Straße fragt was sie mit dem Expressionismus verbinden.

Es handelte sich um eine Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts in der modernen Kunst. Großteils in Deutschland, aber auch anderen teilen Europas, wuchs diese solange bis der Expressionismus 1933 in Deutschland durch die Nationalsozialisten verboten wurde. Der Begriff Expressionismus wurde zum allerersten mal im jahre 1911 von der Berliner Zeitung „Der Sturm“ abgedruckt. Man kann ihn auch als Kunst des Ausdrucks verstehen (lat. expressio „Ausdruck“) die Künstler versuchen die Wirklichkeit mit grellen Farben, verschwommen und Abstrakt darzustellen. Der Betrachter soll emotional angesprochen werden und nicht wie im Impressionismus (lat. impressio „Eindruck“) nur den Augenblick wahrnehmen. Er richtete sich als Protest gegen die damals weit verbreitete ordentlichkeit des Bürgertums und konnte als Opposition des Naturalismus verstanden werden.

Berühmte Werke im Expressionismus:

Die wohl bedeutensten schaffer Expressionistischer Werke waren Die Künstlervereinigungen „Brücke“, die „Neue Künstlervereinigung München“ sowie der „Blaue Reiter“. Ein weiterer bedeutender Künstler war Edvard Munch der bereits im Jahre 1893 mit dem weltbekannten Werk „Der Schrei“ erste Expressionistische zeichen setzte. Im jahre 1910 gründete sich die Künstlergruppe „Neue Secession“ welche ausschließlich Expressionistische Werke austellte.

Expressionismus

Der Expressionismus war nicht nur ein besonderer Kuntstil.

Wissenswertes:

Der Expressionismus war nicht nur ein besonderer Kuntstil. Eher konnte man ihn als eine Art von Lebensgefühl betrachten. Das Programm war nicht konventionell und nicht realitätsnah und wurde eher als negativ angesehen. Es war die geistige haltung der Künstler. Das Lebensgefühl der damaligen jungen Generation, die aus dem Ordnungswahn der alten ausbrechen wollte, angeregt von Werken Afrikanischer und Ozeanischer Kunst welche anfang des 20. Jahrhunderts immer mehr in deutschen beziehungsweise europäischen Museen zu betrachten war. Geprägt wurd hierdurch nicht nur die Kunst sondern auch die Literatur, die Architektur sowie die Tanz und die Filmbranche und zuletzt auch unsere Musik.