Mit dem Erreichen der Hochschulreife wird die gymnasiale Oberstufe erfolgreich abgeschlossen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Oberstufe auf dem ersten Bildungsweg an einem Tagesgymnasium oder an einer Gesamtschule absolviert wird. Auch auf dem zweiten Bildungsweg kann die Hochschulreife erlangt werden. 

Mit der allgemeinen Hochschulreife kann sowohl an den Universitäten als auch an den Fachhochschulen studiert werden. Mit dem Erwerb der Fachhochschulreife ist eine Immatrikulation lediglich an den Fachhochschulen möglich. Die Fachhochschulreife kann an einer Fachoberschule, an einem Kolleg oder mit der Zulassung zum Abitur erworben werden.

Mit dem Studium in die Zukunft

Je nach Interessenlage bietet es sich an, nach der Schule direkt ein Studium anschließen zu lassen. In einigen Studienfächern wird der emsige Drang zur Immatrikulation, der Einschreibung an der jeweiligen Universität jedoch durch die Zulassungsbeschränkung, dem Numerus Clausus, gebremst.

Wegen der hohen Dichte an Studieninteressenten in manchen Fachbereichen ist diese Auswahl zwingend erforderlich, da nur eine begrenzte Anzahl an Studierende von den Hochschulen nach bestimmten Kriterien ausgewählt wird. Dabei werden 20 % der vorhandenen Studienplätze nach der Leistungsnote der Hochschulreife, weitere 20 % nach der Anzahl der Wartesemester und die restlichen 60 % nach den Bestimmungen der Hochschule vergeben.

Bewerber mit einer Hochschulreife werden auch von vielen Ausbildungsbetrieben bevorzugt.

Bewerber mit einer Hochschulreife werden auch von vielen Ausbildungsbetrieben bevorzugt.

Dieses Auswahlverfahren der Hochschule unterliegt allerdings keiner gesetzlichen Regelung. Dabei können neben der Abiturnote und der Ortspräferenz weitere Kriterien eine gewichtige Rolle spielen. Diese wären zum Beispiel vorhandene Berufspraxis, studienfachrelevante Einzelfachnoten, fachspezifische Tests oder auch Auswahlgespräche oder Auswahltests. So kann mit der Hochschulreife die Immatrikulation an der einen Universität schneller vonstattengehen als an einer anderen. Informationen dazu kann man bei den Studienberatungsstellen erfragen.

Mit einem hohem Schulabschluss in den Beruf

Mit der Erlangung der Hochschulreife werden dem Schulabsolventen auch in den regulären Berufen die Karrierewege geebnet. Nach dem Abitur ist es von jeher möglich, gehobene Laufbahnen auch ohne Studium einzuschlagen. Dieses erwies sich über lange Jahre hinweg für das Beamtentum und die Karriere beim Militär als nützlich.

Doch auch in der normalen Berufswelt ist ein deutlicher Trend klar erkennbar. Immer mehr Unternehmen bevorzugen auch für die einfachen Ausbildungsberufe Schulabsolventen mit einer Hochschulreife. Dieses gilt sowohl für die Ausbildung im Handwerk als auch für die Ausbildung in den Bereichen der Verwaltung.