Um an einer Hochschule für einen oder mehrere Studiengänge zugelassen zu werden, ist zunächst eine Immatrikulation notwendig. Bei der Immatrikulation wird der Student in das Studentenverzeichnis (Matrikel) dieser Hochschule aufgenommen, zuvor wird geprüft, ob der Student die notwendigen Voraussetzungen für ein Studium erfüllt. 

Erst durch die Immatrikulation wird er Mitglied der Universität und erhält als Nachweis dafür eine Immatrikulationsbescheinigung, sowie eine Matrikelnummer und somit die Berechtigung ein Studium zu beginnen. Für die Immatrikulation ist das Studentensekretariat oder das Immatrikulationsamt der jeweiligen Universität zuständig.

Welches sind die Voraussetzungen für eine Immatrikulation?

Um überhaupt an einer Hochschule immatrikuliert werden zu können, müssen bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt werden. Dies ist generell für Studiengänge an Universitäten der Schulabschluss der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), für eine Immatrikulation an einer Fachhochschule ist mindestens die Fachhochschulreife vorzuweisen.

Um an einer Universität studieren zu können, brauch man die Allgemeine Hochschulreife.

Um an einer Universität studieren zu können, brauch man die Allgemeine Hochschulreife.

Generell gilt allerdings, dass in der Bundesrepublik Deutschland die Hochschulpolitik Ländersache ist. Das bedeutet, die jeweiligen Bundesländer können eigene Entscheidungen über die nötigen Voraussetzungen zum Studium treffen.

Welche Unterlagen sind notwendig, um sich immatrikulieren lassen zu können?

Je nach Universität können die Anforderungen abweichen, in den meisten Fällen wird jedoch folgendes verlangt:

  1. ein Identitätsnachweis, entweder in Form eines gültigen Personalausweises oder eines Reisepasses
  2. ein Nachweis der Staatsangehörigkeit
  3. ein Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder Fachhochschulreife)
  4. bei zulassungsbeschränkten Studiengängen (Numerus clausus) ist ein Zulassungsbescheid vorzuweisen
  5. bei Studiengängen mit Eignungsfeststellung ist ein Nachweis über den erfolgreich bestandenen Eignungstest beizubringen
  6. ein Nachweis einer vorliegenden Krankenversicherung
  7. ein Nachweis über die Bezahlung der Sozialversicherungen
  8. mehrere Passbilder

Weitere Unterlagen

Unter Umständen kann die Vorlage eines Führungszeugnisses verlangt werden. Bei ausländischen Studenten ist zusätzlich ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache zu erbringen.
Bei einem Wechsel von einer Hochschule zu einer anderen, ist die Abgangsbescheinigung, sowie das Studienbuch und der Studentenausweis der zuletzt besuchten Universität vorzulegen.

Bei weitergehenden Fragen zur Immatrikulation bieten die Studienberatungsstellen, die Studentensekretariate und die Studierendenvertretungen der Universitäten Hilfe an. Auskünfte erteilt auch die Berufsberatung in den Arbeitsagenturen.

Nach der Immatrikulation

Das Studium ist die aufregendste Zeit. Der Großteil der Studenten verlässt den Wohnort, das Elternhaus und die Freunde, auf die man sich jahrelang verlassen konnte. Um vollwertiges Mitglied im Kreis der ordentlichen Studenten zu sein, benötigt man eine Immatrikulation. Ist dies geschehen, muss man sich sofort an die nächsten Schritte setzen.

Wo wohne ich?

Eines der größten Probleme in den Städten, in denen viele Menschen mit einer Immatrikulation leben, ist der Wohnungsmarkt. Nicht wenige Anfänger hausen die ersten Wochen bei Freunden, müssen pendeln oder gleich die Notunterkünfte der Universitäten nutzen. Die Immatrikulation ist zu diesem Zeitpunkt das einzige, was sie als Studenten auszeichnet. Zum Glück haben die meisten Universitäten Portale eingerichtet, die einem die Wohnungssuche erleichtern.

Über eines muss man sich im Klaren sein. Hat man die Immatrikulation erst einmal in der Hand, muss man seine Ansprüche an den Lebensstandard, zurück schrauben. Am besten ist es, wenn sich der „Ersti“ vor Beginn des Studiums um eine Unterkunft kümmert. Für alle, die in eine völlig neue Stadt ziehen, empfiehlt sich, zu Beginn in eine WG zu ziehen. Man hat sofort Kontakt zu anderen Menschen, das Kennenlernen fällt so leichter.

Wann sind meine Kurse?

Eine weitere Neuerung für die Besitzer einer Immatrikulation, ist der Stundenplan. Die Dozenten kümmert es nicht, ob ein Studierender weiß, wann seine Kurse sind. Darum muss sich ein jeder selbst kümmern. In den meisten Universitäten und Hochschulen funktioniert das Kurssystem online. Bei Einführungsveranstaltungen erhält man Tipps und gegebenenfalls einen Leitfaden, welche Kurse wann am besten zu belegen sind. Daran sollte man sich orientieren.

Man sollte aber darauf achten, dass man vor lauter Glückseligkeit über die Immatrikulation nicht zu viele Ansprüche an sich selbst stellt. Gerade zu Beginn übernimmt sich der junge Ersti gerne und ist dann überrascht, wie viel Lernstoff am Ende des Semesters auf ihn zu kommt. Um den Überblick zu behalten und alles gut einschätzen zu können, gibt es Büros für Studenten. Diese sind geführt von Studierenden mit mehr Erfahrung. Hier lohnt es sich, gerade zu Beginn vorbei zu schauen. Auch sollte man darauf achten, welche Veranstaltungen Pflichttermine sind und welche Vorlesung man auch gerne mal opfern kann.

Was gibt es sonst noch?

Die Immatrikulation und deren Bescheinigung sollte man gut aufbewahren. Während des Studiums kann man weiterhin familienversichert bleiben. Das sollte man unbedingt nutzen, um Geld zu sparen.

Auch sollte im Voraus geprüft werden, ob man die Berechtigung für BaföG besitzt. Wenn man die Immatrikulation hat, sollte man sich vor dem Leben in der Fremde mit dem neuen Wohnsitz vertraut machen. Was ist das für eine Stadt, in der ich leben werde? Was gibt es hier zu entdecken? Wenn das befolgt wird, steht einem erfolgreichen Start in ein neues Leben nichts mehr im Weg.