Der Numerus Clausus oder auch einfach „NC“ abgekürzt ist ein Zulassungskriterium, das an den Hochschulen dazu verwendet wird, um die Teilnehmerzahl für die einzelnen Studienfächer festzulegen. Dabei reguliert der NC nach unterschiedlichen Kriterien, welche Bewerber ein bestimmtes Studienfach belegen können.

Wie bildet sich der NC

Der Numerus Clausus wird von den Fachhochschulen und Universitäten selber vergeben. Dabei richten sich diese hauptsächlich danach, welche Kapazitäten, also beispielsweise Unterrichtspersonal, unterschiedliche Kurse in einem Fach etc., sie in einem Fach zur Verfügung haben und wie hoch die Anzahl der Bewerber in vergangenen Semestern gewesen ist.

Bei beliebten Fächern wie Medizin oder Jura wird der NC in der Regel höher angesetzt als bei Fächern mit weniger Bewerbern wie Religion oder Physik. Allerdings können auch Fächer einen relativ hohen Numerus Clausus haben, wenn wie entweder nur an wenigen Hochschulen angeboten werden oder eine Hochschule in diesem Fach sehr exklusiv ist.

Wenn zum Beispiel an einer Universität der führende Wissenschaftler für Japanologie unterrichtet, kann dadurch der NC an dieser Universität für das Fach höher sein als bei anderen Universitäten.

Zulassung mit dem NC

Der Numerus Clausus orientiert sich unter anderem an der Bewerberanzahl für einen Studiengang.

Der Numerus Clausus orientiert sich unter anderem an der Bewerberanzahl für einen Studiengang.

Die Vergabe von Studienplätzen erfolgt in drei verschiedenen Etappen. Zunächst müssen Studenten, die sich bei einer Universität für ein oder mehrere Fächer bewerben, ihr Abschlusszeugnis mit ihrem eigenen Numerus Clausus bei der Bewerbung einreichen. Anhand des Notendurchschnitts ihrer Oberstufenfächer sucht eine Universität von allen Bewerbern nun die ersten 20% aus, deren Notendurchschnitt dem NC-Wert entweder genau entspricht oder ihn sogar übertrifft. Dieses Zulassungsauswahl wird allgemein auch als Leistungsquote bezeichnet. Alle anderen Studenten werden auf eine Warteliste gesetzt.

In der zweiten Etappe werden wieder 20% der Studenten zu einem Fach zugelassen, die bereits eine gewisse Anzahl an Wartesemestern hinter sich gebracht haben. Je nach Höhe des Numerus Clausus sind auch die Wartezeiten für eine Zulassung entsprechend höher.

Die verbliebenen 60% der Zulassungen für ein Fach vergeben die Hochschulen nach eigenen Auswahlkriterien, unabhängig vom Notendurchschnitt oder bereits absolvierten Wartezeiten. Dadurch erhalten Studenten eine Zulassung, die von den Dozenten als geeignet erscheinen, da aus ihrer Bewerbung hervorgeht, dass sie bereits Arbeitserfahrungen gesammelt haben, im Ausland studierten oder andere Präferenzen haben, die beim Studium vorteilhaft sein könnten.