Würden wir uns im Straßenverkehr bewegen wie es uns gefällt, dann wäre das Chaos perfekt.
Mit dem Aufkommen des Verkehrs wurde es notwendig Regeln bzw. Verordnungen aufzustellen.
Ungefähr um 1910 wurden in Deutschland die ersten Schilder zur Regulierung des Verkehrs aufgestellt. Diese Ordnung wird Straßenverkehrsordnung oder in der kurzen Fassung als StVO bezeichnet.

Die StVO beinhaltet sämtliche Gebote und Verbote innerhalb des Straßenverkehrs auf deutschen Straßen.
Mit Hilfe von Verkehrszeichen, Verbotsschildern, Ampeln und festen Regeln wird eine Ordnung innerhalb des Verkehrsflusses herbei geführt. Verstößt ein Verkehrsteilnehmer gegen die StVO, dann kann er dafür mit der Bezahlung eines Bußgeldes bestraft werden. Bei größeren Verstößen kann einem Verkehrsteilnehmer sogar die Erlaubnis für das Führen eines Fahrzeuges entzogen werden. Alle Führer von Fahrzeugen, von Fahrrädern über Autos, Traktoren, Lastwägen, Schienenfahrzeuge, sämtliche motorisierte Zweiräder und Fußgänger müssen sich an diese Verordnungen innerhalb unseres Landes halten. Das bedeutet, der Führer eines Fahrzeuges aus dem Ausland, welcher in Deutschland ein Fahrzeug führt muss sich über die hier herrschende StVO in Kenntnis setzen und muss sich diesen Verordnungen anpassen. Sollte sich ein Unfall aus Unwissenheit der StVO ereignen, kann dies nicht als Entschuldigung angesehen werden, eine bestehende Unwissenheit schützt hier nicht vor Strafe.

Verschiedene Gebotsschilder

Unter den Begriff „Gebotsschilder“ reihen sich Schilder ein, welche verschiedene Vorgaben gebieten. Zum Beispiel den Beginn und das Ende von vorgegebenen Geschwindigkeiten. Dass sich der Verkehrsteilnehmer in einer Sackgasse oder einer Einbahnstraße befindet, wird ebenfalls mittels Gebotsschilder aufgezeigt. Ein herannahender Kreisverkehr oder eine vorgeschriebene Einhaltung einer Fahrtrichtung, das Einhalten einer Mindestgeschwindigkeit, das Ende eines Überholverbotes oder das Ende einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird ebenfalls mit Gebotsschildern ausgewiesen.

Verbotsschilder

Auch Verbote werden in der StVO mittels Schildern ausgewiesen.
Ein absolutes Fahrverbot für Fahrzeuge aller Art, sowie ein Verbot für Fahrzeuge auf bestimmten Straßenbereichen zu halten oder parken, zählt zu den Verbotsschildern. Ebenso Schilder die zum Beispiel aufzeigen, dass sich auf bestimmten Wegen lediglich Fußgänger oder Fahrradfahrer bewegen dürfen. Es gibt Verbotsschilder, welche Fahrzeugen eine Benutzung von Schnellstraßen oder Autobahnen untersagt, weil bestimmte Richtgeschwindigkeit nicht eingehalten werden können.

Hinweisschilder

Autofahrer beklagen zunehmends den "Schilderwald", der entgegen dem Ziel der Straßenverkehrsordnung, den Verkehr zu ordnen, Autofahrer verwirrt und Situationen unübersichtlicher macht.

Autofahrer beklagen zunehmends den „Schilderwald“, der entgegen dem Ziel der Straßenverkehrsordnung, den Verkehr zu ordnen, Autofahrer verwirrt und Situationen unübersichtlicher macht.

Mit Hinweisschildern will die StVO den Verkehrsteilnehmer auf besondere Situationen hinweisen. Zum Beispiel, dass sich der Verkehrsteilnehmer auf einer Vorfahrtsstraße befindet, oder mittels einem Stoppschild dass der Teilnehmer an einer unübersichtlichen Stelle das Fahrzeug stoppen muss, bevor die Straße überquert wird. Darüber, dass eine Kreuzung in Kürze folgt und der Fahrzeugführer hier Vorfahrt hat.

In den letzten Jahren hat eine Häufung der Verkehrszeichen zugenommen, so dass an vielen Stellen von einem „Schilderwald“ gesprochen werden kann. Dies führt oft zu einer Verwirrung der Verkehrsteilnehmern und kann das Gegenteil einer Ordnung im Verkehr bewirken.