Der Straßenverkehr in Deutschland ist durch Regeln und vorgegebenen Verhaltensweisen bestimmt, diese werden in der Praxis unter anderem durch Hinweis- und Verbotsschilder umgesetzt. Die Beschilderung steht in der StVO-Hierarchie zwischen Ampeln und allgemeinen Verkehrsregeln (wie etwa dem Rechts-vor-Links Gebot) und ist ein wichtiger Bestandteil für den reibungsfreien Ablauf des Verkehrsgeschehens. Welche Arten von Verbotsschildern es gibt und welche unterschiedlichen Bedeutung sie haben, erfahren Sie hier.

Grundeinteilung und Eigenschaften der Verkehrsschilder

Auf deutschen Straßen gibt es nach der StVO generell drei Arten von Schildern: Gefahrzeichen, Vorschriftzeichen und Richtzeichen. Alle diese Schilder zeigen leicht verständliche Verkehrszeichen in Form von Piktogrammen. Richt- und Gefahrzeichen enthalten, im Gegensatz zu Vorschriftzeichen, nur eine Information und schreiben keine bestimmte Verhaltensweise vor. Zu den Vorschriftzeichen gehören auch die Verbotsschilder, sie sprechen Gebote und Verbote aus. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Gruppe ist das Stoppschild. In vielen Fällen werden Verbotsschilder mit Hinweisschildern gekoppelt, beispielsweise für die Eingrenzung einer Tempo-30-Zone.

Farbsymbolik und Geometrie

Form und Farbe der Verbotsschilder wird vom Gesetzgeber keinesfalls willkürlich bestimmt, sie folgen dabei einer bestimmten Symptomatik. Damit der Verkehrsteilnehmer möglichst schnell ein Schild deuten kann, besitzen Schilder mit ähnlichen Inhalten ein vergleichbares Erscheinungsbild. Hier wird zum einen mit kräftigen Signalfarben gearbeitet, allgemein sind diese Rot, Blau, Gelb oder Grün. Verbotsschilder werden durch die Farbe Rot charakterisiert, sie wird mit der Kontrastfarbe Weiss kombiniert und kommt an gefährlichen Stellen zum Einsatz. Rote Schilder sprechen immer eine Gefahr aus, die Farbe wird daher auch als Stoppfarbe bezeichnet. Gebotsschilder hingegen sind blau, da diese Farbe beruhigenden Einfluss auf den Verstand haben soll. Gelb ist allgemein die Farbe der Warnzeichen und grüne Schilder

Tempobeschränkungen gehören zu den Vorschriftszeichen, die gleichzeitig ein Verbot der Überschreitung signalisieren und sind rund.

Tempobeschränkungen gehören zu den Vorschriftszeichen, die gleichzeitig ein Verbot der Überschreitung signalisieren und rund sind.

kennzeichnen normalerweise Rettungsschilder. Neben der Farbe spielt auch die geometrische Form eine Rolle. Vorschriftzeichen sind für gewöhnlich rund. Eine Ausnahme bildet das Stoppschild mit seiner achteckigen Form. Das außergewöhnliche Aussehen verdankt das Schild dem Umstand, dass es das einzige international anerkannte Verkehrssymbol ist. Dieser Umstand erlaubt es, Menschen ohne Kenntnis der nationalen Verkehrsregeln dieses Verbotsschild überall auf der Welt zu erkennen. Des Weiteren bleibt das Schild auch bei starker Verschmutzung oder teilweiser Verdeckung durch Schnee erkennbar. Weitere Ausnahmen bilden das Vorfahrtsschild, sowie sein Gegenüber das Vorfahrtachten-Schild. Die Nichtbeachtung eines oder mehrerer Verbotsschilder kann, neben Gefahr für Gefährt und Insassen, ein saftiges Bußgeld sowie ein Fahrverbot nach sich ziehen. Leider werden viele Schilder in Deutschland ungünstig positioniert bzw. unübersichtlich mit bestehender Beschilderung kombiniert, der Volksmund spricht vom „Schilderwald“. Aus diesem Grund sollte beim Fahren immer aufmerksam auf Schilder geachtet werden.

Verbotsschilder im Straßenverkehr zusammengefasst

Die Beschilderung durch Verbotsschilder ist essentiell für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Umsetzung der StVO. Ausgewählte Farben und Formen helfen dabei, Schilder augenblicklich korrekt zu deuten und die Verkehrsregeln einzuhalten.