Bußgeld bezeichnet eine Strafzahlung bei Ordnungswidrigkeiten, also bei kleineren Vergehen, die nicht so schwer sind, dass es zu einer Anzeige kommt.
Die Höhe eines Bußgeldes kann zwischen 5€ und 50.000€ variieren, wobei Zahlungen von 5€-35€ sogenannte „Verwarnungsgelder“ sind und der eigentliche Bußgeldbereich erst bei 40€ anfängt.
Gerade im Verkehrsrechtlichen Bereich, also bei Verstößen gegen die StVO werden Bußgelder sehr häufig angewandt.

Wie wird Bußgeld berechnet?

Die Höhe des Bußgeldes hängt davon ab, welches Vergehen begangen wurde.
Bußgelder werden Beispielsweise für Nichtbeachtung von Verkehrszeichen, Falschparken, falsches Überholen, zu dichtes Auffahren und zu schnelles Fahren verhangen.
Folgende Kosten kommen Beispielhaft auf Verkehrssünder zu:

  • Überholen, obwohl Verbotsschilder dies Untersagen: 70€
  • Falschparken: 10€, bei Behinderung 15€
  • Überfahren eines Stoppschildes: 10€
  • Überfahren einer roten Ampel: 200€

Bei zu schnellem fahren ist die Höhe des Bußgeldes davon abhängig, wie viel jemand zu schnell gefahren ist und ob dies innerhalb oder außerhalb einer geschlossenen Ortschaft passiert ist.
Bei mehr als 21 km/h zu viel werden zudem Punkte verhangen, bei mehr als 40 km/h gibt es sogar Fahrverbot.
Werden bei einem Vergehen andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet, oder kommt es zu Sachschäden, so erhöht sich das Bußgeld. Bei vorsätzlichen Vergehen wird die Strafe verdoppelt.

Weiterführende Informationen dazu, sowie Bußgeldrechner finden sich häufig im Internet. Die genauen Gebote und Verbote lassen sich in der StVO nachlesen.

Was passiert bei einem Bußgeld?

Der Bußgeldbescheid wird dem Verkehrssünder schriftlich zugeschickt.

Der Bußgeldbescheid wird dem Verkehrssünder schriftlich zugeschickt.

Wurde man bei einem Vergehen erwischt, so wird einem bei einer Strafe von maximal 35€ die Zahlung eines Verwarnungsgeldes angeboten. Wird dieses fristgerecht überwiesen, so gilt der Fall als abgeschlossen.
Wird das Angebot eines Verwarnungsgeld abgelehnt, oder die Strafzahlung liegt bei 40€ und darüber, so läuft der Fall über die Bußgeldstelle und es werden Auslagen in Höhe von 3,50€ sowie Gebühren von 5% des Bußgeldes, mindestens aber 20€ fällig.
Durch die Bußgeldstelle oder den Polizisten vor Ort wird eine Befragung durchgeführt.
Anschließend erhält man einen Bußgeldbescheid, in dem alle Kosten und Sanktionen aufgeführt sind.
Innerhalb von 14 Tagen kann hier Einspruch eingelegt werden, ansonsten sind die Kosten in voller Höhe zu zahlen.