Der mythologische Stoff von König Agamemnon, dem Trojanischen Krieg, das Trojanische Pferd und Iphigenie ist seit dem Altertum bis heute immer wieder Inhalt in Kunst, Literatur und Musik. Jeder Schüler hört davon im Geschichtsunterricht oder übersetzt einen lateinischen Text mit diesem Inhalt.

Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller haben sich dem Iphigenie-Thema gewidmet und in unserer Zeit hat Christa Wolff mit ihrem Roman „Cassandra“ das Thema aus dem Blickwinkel einer Seherin und Priesterin bearbeitet.

Agamemnon

Agamemnon war laut griechischer Mythologie der sagenhafte König von Mykene, Sohn des Atreus und der Aerope, im Stammbaum des Tantalus.
Seine Frau war Klytaimnestra und seine Kinder Orestes, Iphigenie, Elektra und Chrysothemis.

Er war Feldherr der Griechen und führte diese erfolgreich in den Krieg gegen Troja.
Klytaimnestra war entsetzt über die Opferung der gemeinsamen Tochter Iphigenie.
Durch ihren Schmerz hatte es Ägistos leicht, sich in Abwesenheit Agamemnons als König und Gemahl an die Seite Klytaimnestras zu begeben. Diese beiden ermordeten dann den heimkehrenden Herrscher hinterhältig.

Iphigenie

König Agamemnon führte Krieg gegen Troja

König Agamemnon führte Krieg gegen Troja

Sie war die älteste Tochter von Agamemnon und Klytaimnestra.
Der Sage nach tötete Agamemnon eines Tages bei der Jagt eine Hirschkuh, die der Göttin „Artemis“ heilig war. Daraufhin schickte die Göttin der griechischen Flotte eine lange Windstille.

Voller Verzweiflung wandten sich die Griechen an ihren Seher „Kalchas“ um Rat. Dieser teilte mit, der König solle seine eigene Tochter Iphigenie der Göttin Artemis opfern um diese zu versöhnen; dann würde Wind aufkommen und Troja könne besiegt werden.
Agamemnon ist voller Verzweiflung, doch Iphigenie opfert sich freiwillig für ihre Eltern und ihr Volk. Jedoch Artemis hat Erbarmen und entführte Iphigenie vor der Opferung.

Iphigenie auf Tauris

Iphigenie auf Tauris“ ist ein Bühnenstück, das Johann Wolfgang von Goethe 1787 nach den Vorlagen von „Euripides“ (480-406 v.Chr.) Drama „Iphigenie bei den Tauern“ fertig geschrieben hat.

Der Sage nach trug die Göttin Artemis Iphigenie bei der Rettung vor der Opferung zur taurischen Halbinsel. Dort wurde sie von Thoas, dem König des Barbarenvolkes gefunden und zur Priesterin des Artemis-Tempels bestellt.

Ihr Bruder Orestes hatte den Auftrag , die Artemis-Statue zu stehlen und nach Athen zu bringen. So trafen sich Orestes und Iphigenie (Bruder und Schwester) wieder. Sie stahlen gemeinsam die Statue und konnten fliehen.

Tantalus

Tantalus war in der griechischen Mythologie der Stammvater des Geschlechts der „Tantaliden„.
Tantalus war ein reicher König in Phrygien, wurde später von den Göttern gequält („Tantalusqualen„), weil er ihnen gefrevelt hatte. Auch verfluchten die Götter Tantalus
und seine Sippe. Dieser Fluch sollte solange Gültigkeit haben, wie es Nachfahren von ihm gäbe.

Der Fluch beinhaltete, dass Familienmitglieder sich untereinander morden sollten.
Am Ende ermordete Orest seine Mutter Klytaimnestra, um ihren Mord an ihrem Gatten, Orestes Vater, Agamemnon, zu rächen. Er selbst starb in hohem Alter an einem Schlangenbiss.