Vor der Rechtschreibreform mussten Schüler 52 Regeln für die Kommasetzung beachten. Nach der Reform genügen neun simple Kommaregeln, die recht einfach zu behalten sind. Dabei sind Kommata wichtig für das richtige Verständnis eines Textes, obgleich viele Leute sich davor fürchten, sie falsch zu setzen und darum lieber ganz auf sie verzichten.

Goldene Regeln für Kommasetzung

  • Die wichtigste der goldenen Regeln ist die Trennung von Haupt- und Nebensätzen durch Kommata. Vor einem Nebensatz steht immer ein Komma. Ist der Nebensatz eingefügt, steht am Anfang und Ende des Nebensatzes ein Komma.
  • Die nächste goldene Regel lautet: Hauptsätze werden durch Komma getrennt. Wenn zwei oder mehr Hauptsätze aufeinanderfolgen, werden diese durch Kommata getrennt.
  • Weitere goldene Regeln sind die Kommasetzung bei Aufzählung gleichrangiger Wörter – diese werden mit Kommata abgetrennt – und auf jeden Fall die Kommasetzung vor einer Konjunktion wie aber, doch, allerdings und so weiter.
  • Orts- oder Zeitangaben trennt man mit einem Komma voneinander, besagt eine weitere goldene Regel. Stehen vor diesen Angaben jedoch Präpositionen wie an, um, im, wird auch kein Komma gesetzt.
  • Will man Personen, Satzteile oder auch Berufsbezeichnungen besonders hervorheben, so werden diese mit Komma abgetrennt.
  • Auch Partizipialgruppen werden unter gewissen Bedingungen mit Komma abgetrennt, wie goldene Regeln für die Interpunktion besagen.
  • Bei einem Infinitiv gilt es, diesen mit einem Komma abzutrennen. Diese goldene Regel kommt sogar recht häufig vor.
  • Vor dem Wort als wird ebenfalls ein Komma gesetzt, wenn danach ein Satz folgt.

Gute Interpunktion ist wie eine Visitenkarte

Wer sich einige Goldene Regeln merkt, muss sich bei der Kommasetzung nicht mehr den Kopf zerbrechen

Wer sich einige Goldene Regeln merkt, muss sich bei der Kommasetzung nicht mehr den Kopf zerbrechen.

Die Regeln für die Zeichensetzung treiben viele Schüler und Erwachsene in die Verzweiflung, weil sie sich unsicher sind. Darum sollte man die oben genannten neun Regeln nach Möglichkeit auswendig lernen. Am wichtigsten sind aber eigentlich nur drei goldene Regeln, wie die Regel der Kommasetzung bei Aufzählung, bei Abtrennung der Nebensätze und die Kommasetzung bei eingefügten Wortgruppen. Wenn man sich diese drei Regeln zu eigen macht, hat man die wichtigsten Regeln schon einmal intus. Die anderen Regeln für die Kommasetzung sind meist für ein besseres Textverständnis wichtig.
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