Das Regelwerk der Kommasetzung war selbst für geübte Schreiber recht kompliziert und unübersichtlich. Seit 2006 gelten die Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung. Mit dieser Neuregelung sind einige Vorschriften entfallen und haben die Kommasetzung deutlich erleichtert. Für eine gute Lesbarkeit von Texten und der richtigen Überlieferung des Sinnes des Satzes ist eine richtige Kommasetzung wichtig.

Wichtigste Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung

Kommaregeln sollen nach der neuen Rechtschreibung einfacher sein

Kommaregeln sollen nach der neuen Rechtschreibung einfacher sein.

Das Komma trennt schwächer als ein Punkt, gliedert Sätze und bestimmt den Sinn des Satzes. Die Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung bezeichnen Sprechpausen oder eine Abgrenzung von Satzteilen oder Wortgruppen. Dazu gehören

  • Reihungen
  • Zusätze und Nachträge
  • Nebensätze
  • Die Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung fordern die Kommasetzung bei gleichrangigen Teilsätzen, Wortgruppen oder Wörtern. Sätze können aus aneinandergereihten Hauptsätzen oder Haupt- und Nebensätzen bestehen. In Satzreihen sind Hauptsätze immer gleichrangig und werden nach den Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung durch Komma voneinander getrennt. Ein Komma wird auch gesetzt, wenn gleichrangige Nebensätze aneinandergereiht werden. Kann ein Nebensatz weggelassen werden, ohne den Sinn des Satzes zu verändern, handelt es sich um gleichrangige Nebensätze.Nach den Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung erfolgt die Trennung von gleichrangigen Wörtern, Wortgruppen oder Adjektiven durch ein Komma. Mit der „und“-Probe lässt sich die Gleichrangigkeit von Adjektiven leicht feststellen. Ergibt das „und“ keinen Sinn, sehen die Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung kein Komma vor.
  • Nach den Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung erfolgt in Aufzählungen vor und/oder keine Kommasetzung mehr. Möchten Sie die Gliederung eines Satzes deutlich machen, ist es nach den Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung aber durchaus erlaubt, ein Komma zu setzen. Steht vor und/oder ein Nebensatz, ein Zusatz oder ein Nachtrag, wird vor und/oder weiter ein Komma zwingend notwendig gesetzt.Vor den Bindewörtern aber, doch, jedoch, sondern steht auch nach gleichrangigen Wörtern, Wortgruppen oder Teilsätzen ein Komma.
  • Auch nach den Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung werden Nebensätze durch Komma abgetrennt. Werden Nebensätze eingeschoben, müssen sie mit einem Komma vom restlichen Satz getrennt werden.
  • Zusätze oder Nachträge zur genaueren Bezeichnung werden grundsätzlich mit Komma abgegrenzt.

Freistellung der Kommasetzung sorgt für Erleichterung

Nach den Kommaregeln in der neuen Rechtschreibung ist die Kommasetzung beim erweiterten Infinitiv mit zu und den Partizipialgruppen freigestellt. Das heißt, Sie müssen kein Komma setzen, dürfen es aber.

Die Kommasetzung empfiehlt sich, um die Gliederung des Satzes und die Lesbarkeit zu verbessern. Der Sinn eines Satzes wird oft erst durch ein gesetztes Komma deutlich. Ausnahmen gibt es bei der Verbindung von Infinitiv-, Partizip- oder Adjektivgruppen, mit einem hinweisenden Wort muss ein Komma gesetzt werden. Gleiches gilt, wenn diese Gruppen aus dem üblichen Satz herausfallen.
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