Jeden Tag kommunizieren die Menschen miteinander in der so genannten Umgangssprache miteinander. In Deutschland wurde der Begriff im 19. Jahrhundert durch die Philosophie eingebürgert.

Jugendliche pflegen oft eine ganz eigene Umgangssprache

Jugendliche pflegen oft eine ganz eigene Umgangssprache

Diese Sprache beschreibt eine Sprache, die im täglichen Leben genutzt wird, dabei aber jedoch keinem Soziolekt zuzuordnen ist. Die Umgangssprache lässt sich nur schwer von der Gemeinsprache und der Gebrauchssprache abgrenzen. Häufig wird der Begriff der Umgangssprache auch mit einer durchaus „saloppen“ Weise des Ausdrucks gleichgesetzt. Dabei wird der Gegensatz eines derberen Sprachstils zur gepflegteren Umgangssprache deutlich, denn sie wird vor allem durch das regionale und soziale Umfeld geprägt, wie beispielsweise dem Bildungsstand des Einzelnen und dem sozialen Milieu, aus dem der Einzelne stammt. Zudem ist die Umgangssprache natürlich auch situationsabhängig.

Die Umgangssprache ist jedoch nicht mit der Standardsprache, dem so genannten Standarddeutsch, gleichzusetzen, obgleich sie sicherlich Auswirkungen auf die Entwicklung derselben hat.

Hier ein paar Beispiele:

  • Nomen (Substantive)
    Warmduscher oder Weichei für Feigling
    Bulle für Polizist
  • Adjektive
    k.o. für ausgelaugt niedergeschlagen geschafft
    ok für In Ordnung

Hinzu kommt, dass die Grammatik der Umgangssprache oft stark vereinfachtund entsprechend genutzt wird. Zum Beispiel haben viele schon den Ausdruck „Lassma“ gehört. Dieser Ausdruck bezeichnet dabei nicht nur eine Kurzversion der Aussage „Lass uns mal“, sondern zudem auch gleichzeitig verbirgt sich dahinter die Frage „Hast du Lust/Zeit?“.

Oft kommt es gerade aufgrund dieser Abkürzungen zu der „abwertenden“ Bezeichnung Slang für die Alltagssprache aber auch zu Problemen bzw. Schwierigkeiten gerade bei der zwischenmenschlichen Kommunikation mit Fremden oder unter nicht Gleichaltrigen Personen. Lauscht man beispielsweise als Rentner dem Gespräch zweier Teenager, so könnte sich das wie folgt darstellen: „Willst noch daddeln?“ Was soll das heißen? Damit soll die Frage zum Ausdruck gebracht werden, ob der andere noch etwas am Computer oder auf der Konsole spielen möchte. Die Antwort des Anderen: „Nee…was kommt n in der Glotze?“. Übersetzung: „Nein…was kommt denn im Fernseher?“. Bei „der Glotze“ handelt es sich um den Fernseher, bei „nee“ um „nein“.