Synonyme sind sinnverwandte Wörter die in einem bestimmten Zusammenhang eine gleiche oder sehr ähnliche Bedeutung haben. Das Wort stammt ab vom griechischen „synōnymos“, was soviel bedeutet wie „von gleichem Namen“. Mitunter spricht man auch von einem Ersatzwort, da ein Synonym als Ersatz für anderes Wort verwendet werden kann.

Einige Beispiele anhand eines Verbs, Substantivs und Adjektivs:

  • schreiben – abfassen, notieren, texten, zu Papier bringen
  • Nahrung – Essen, Lebensmittel, Nahrungsmittel, Viktualien
  • ehrlich – anständig, aufrecht, rechtschaffen, lauter

Ein Wort, viele Synonyme

Neben Asche und Knete ist auch Kies eines der vielen Synonyme von Geld

Neben Asche und Knete ist auch Kies eines der vielen Synonyme von Geld

Für manche Wörter, die meist zu ganz bestimmten Lebensbereichen gehören, gibt es besonders viele Synonyme. Es handelt sich hierbei meist um
Dinge, die entweder vom Menschen erfunden wurden oder aber im Leben
des Menschen eine besondere Bedeutung haben und die damit verbundenen
Freuden oder Schwierigkeiten. So gibt es meist sehr viele Synonyme
für Worte aus den Bereichen:

  • Arbeit
  • Geld
  • Essen
  • Tod
  • Verdauung
  • Geschlechtsverkehr

Gerade bei den letzten beiden kommt erschwerend hinzu, dass damit Themen
angeschnitten werden über die man öffentlich nicht ohne weiteres
spricht, sei es weil sie einem peinlich sind oder immer noch
tabuisiert werden. Auch Jugendliche erfinden gerne immer wieder neue
schlüpfrige Synonyme, um sich gegenüber ihren Altersgenossen
wichtiger oder „cooler“ zu machen und somit erwachsener zu
wirken. Synonyme werden auch gezielt gesucht, um die eigene
Ausdrucksweise oder Texte inhaltlich nuanciert zu bereichern. Hierbei
wird häufig zu Fremdwörtern gegriffen, was nebenbei noch den
Wortschatz verbessert. Auch das „Eindeutschen“ von Begriffen aus
anderen Sprachen, vor allem Anglizismen, führt zu immer neuen
Synonymen.

Der Mensch wird zum Rind?

Ein interessanter Sonderfall partieller Synonymie, also
Bedeutungsähnlichkeit, ist die Hyponymie, welche auch der
einseitigen semantischen Implikation gleicht. Hierbei handelt es sich
um Worte für Unterbegriffe eines gemeinsamen Oberbegriffes. Bei
Aristoteles finden wir zu diesem Thema ein ansprechendes Beispiel:
Hier entsprechen Mensch und Rind der Hyponymie, also dem selben
Unterbegriff, da sie dasselbe semantische Merkmal besitzen –
nämlich lebende Geschöpfe zu sein und somit dem Oberbegriff
Lebewesen angehören. Somit wäre Rind ein partielles Synonym für
Mensch, wenn es um den Oberbegriff des Lebewesens geht.