Als Märchen bezeichnet man erfundene Erzählungen oder Geschichten, die entweder von Generation zu Generation weitergegeben wurden oder die einen Erfinder haben, deren Geschichten im Volksmund verbreitet wurden. Die Märchen sind frei erfunden und ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt. In den Märchen wird eine bilderreiche Sprache verwendet. Außerdem kommt es vor, dass Tiere, Pflanzen und Gegenstände sprechen können und sich mit den Menschen unterhalten.

Der Sinn hinter den Märchen

Märchen dienen der Unterhaltung von fantastischen Situationen, die sich in Wahrheit nie abgespielt haben, da sie in vielen Fällen nicht den Naturgesetzen entsprechen.

Volksmärchen und Kunstmärchen

Volksmärchen werden in verschiedenen Kulturen von Mund zu Mund weitergegeben. Volksmärchen sind alt und der Erfinder ist nicht mehr eindeutig identifizierbar.
Die berühmtesten Märchensammler sind die Gebrüder Grimm. Die Brüder Jacob und Wilhelm haben die Märchen gesammelt und in einem Buch zusammengeschrieben, sind aber nicht die Verfasser dieser Grimms Märchen.

Die Kunstmärchen haben einen eindeutigen Verfasser und die Geschichten lehnen sich meist an die bekannten Volksmärchen an.

Aufbau eines Märchens

Märchen dienen der Unterhaltung von fantastischen Situationen.

Märchen dienen der Unterhaltung von fantastischen Situationen.

Die Handlung eines Märchens wird überwiegend biografisch erzählt und hat vier Phasen:

  1. 1. Ausgangssituation: Das Märchen wird eingeleitet und die Personen werden vorgestellt.
  2. 2. Verdichtung: Der Held muss einen Weg gehen und trifft auf viele Hindernisse.
  3. 3. Umschlagpunkt: Der Held erfährt eine Verwandlung, die sich schon in der Verdichtung bemerkbar macht
  4. 4. Schluss: Durch die Verwandlung entstehen neue Situationen mit einem Ende

Als Beispiel dienen die Bremer Stadtmusikanten Hahn, Esel, Katze und Hund. Sie werden ihren Besitzern zu alt und sollen daher getötet werden. Die Tiere entkommen und haben vor in Bremen zu Stadtmusikanten zu werden. Sie entdecken auf ihrer Reise ein Räuberhaus und erschrecken die Räuber mit ihrem lauten Geschrei und übernehmen das Haus. Nach einigen Strapazen bleiben die Tiere für immer in dem Haus.

Märchenerzähler und -sammler

Zu den bekanntesten Märchensammlern zählen:

Es gibt zahlreiche Märchenerzähler wie:

  • Klaus Adam
  • Mario Eberlein
  • Christian Peitz
  • Michaele Scherenberg

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