Generationen sind mit ihnen aufgewachsen, so gut wie jeder kennt die Geschichten und verdankt ihnen die schönsten Kindheitserinnerungen: Grimms Märchen. Wer kennt nicht die Geschichte vom Dornröschen, von Rapunzel oder dem Tapferen Schneiderlein?

So sind Grimms Märchen entstanden

Die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm sammelten über Jahre hinweg zahlreiche Märchen die schließlich ab 1812 bis 1858 als Bücher mit dem Titel „Grimms Märchen“ veröffentlich wurden und sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gedacht waren. Die Märchen sollten auch nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zu Erziehungszwecken dienen.

Die erste Fassung vom 1848 der Grimms Märchen enthielt insgesamt 48 Texte von verschiedenen Quellen, darunter Geschichten der Geschwister Rasmus, der Frau des Marburger Hospitalvogts und der Familie Hassenpflug (Dornröschen). Einige der Geschichten von Grimms Märchen, wie beispielsweise „Sterntaler“ stammen aus bekannten Erzählungen der damaligen Zeit und wurden von den Gebrüdern Grimm umgeschrieben. Insgesamt wurden rund sechs Ausgaben der Grimms Märchen veröffentlicht die immer wieder textlich und sprachlich überarbeitet wurden.

Wissenswertes über die Märchen der Brüder Grimm

Grimms Märchen sind für Kinder und Erwachsene gedacht.

Grimms Märchen sind für Kinder und Erwachsene gedacht.

Nur wenige kennen allerdings die Originaltexte der Grimms Märchen die über die Jahre hinweg immer wieder in veränderten Versionen überliefert wurden. Über die Märchen der Brüder Grimm existieren außerdem eine Vielzahl populärer Irrtümer: Beispielsweise ist es nicht wahr, dass alle Märchen mit „Es war einmal“ anfangen.

Im Laufe der Zeit veränderten sich die Charaktere der Grimms Märchen: Das Böse beispielsweise wird in fast allen Texten mit der Gestalt der bösen Stiefmutter oder gemeinen, hinterhältigen Zwergen gleichgesetzt. Vielfach wurden außerdem die verwendeten Fremdwörter wie Fee oder Prinz durch die damals geläufigeren Ausdrücke Zauberin und Königssohn ersetzt. Oft wird auch angenommen, dass die Märchensammlung eine rein deutsche Geschichtensammlung ist. Richtig ist jedoch, dass viele der Grimms Märchen aus allen Teilen Europas stammen: „Rapunzel“ stammt aus Frankreich und wurde dort erstmal um 1700 niedergeschrieben.

Die Märchen enthalten vielfach auch eine sozialkulturelle Komponente: „Frau Holle“ thematisiert das damals in vielen Familien anzutreffende Problem von Kindern, deren Mütter im Kindsbett verstorben sind und deren Vater sich neu verheiratete und wiederum eine neue Familie gründete mit denen die Kinder zurechtkommen mussten.

Zu den bekanntesten Märchen der Brüder Grimm gehören

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