Das Wort Imperativ stammt von dem lateinischen Wort „imperare“ ab und bedeutet in die deutsche Sprache übersetzt „befehlen“. Der Imperativ ist somit in der deutschen Sprache die sogenannte Befehlsform und neben dem Indikativ und dem Konjunktiv eines der drei Modi in der deutschen Grammatik.

Dieser Modus wird dazu benutzt Befehle, Aufforderungen, strikte Wünsche, Anweisungen oder Einladungen auszudrücken. Am Ende eines Imperativsatzes in Texten steht in der deutschen Sprache stets ein Ausrufezeichen, welches die Aufforderung schriftlich betonen soll. Wer möchte, dass seine Wünsche erhört werden und ihnen Ausdruck verleihen will, nutzt aus pragmatischen Gründen demnach diesen Modus. Auch in Situationen in denen man jemanden aus emotionalen Gründen drohen oder anschreien möchte, verwenden viele Sprecher diesen Modus.

Bildung eines Imperativs

Ab auf's Zimmer und aufräumen! - Ein eindeutiger Imperativ

Ab auf’s Zimmer und aufräumen! – Ein eindeutiger Imperativ

Im Deutschen kann der dieser Modus in der 2. Person Singular und in der 2. Person Plural gebildet werden. In der 2. Person Singular wird dieser Modus gebildet, indem man bei dem Personalpronomen die Endung „-st“ weglässt: Aus „du schreibst“ wird demnach „schreib!“, aus „du wirfst „wird „wirf!“, aus „du springst“ wird „spring!“.
Natürlich gibt es auch in diesem Fall viele Ausnahmen wie bei dem Verb „laufen“ wo der Imperativ „lauf!“ lautet, obwohl das Verb mit „du läufst“ konjugiert wird. Bei den starken Verben mit Umlaut, wie in diesem Fall, in der 2. und 3. Person Singular entfällt der Vokalwechsel beim Imperativ. Eine weitere Ausnahme ist das Verb „sein“. Aus „du bist wird „Sei!“.Die Endung -e beim Imperativ ist im deutschen Sprachgebrauch heutzutage meistens fakultativ: „tu!“und „tue!“ oder „schlaf!„und „schlafe!“ gelten hierzulande als gleichwertige Parallelformen.

Der Imperativ im Plural

Bei der Bildung im Plural entfällt lediglich das Personalpronomen. So wird „ihr kommt“ zu „kommt!“. Im Deutschen besteht auch die Möglichkeit diesen Modus mit dem Infinitiv zu bilden. So findet man auf Verbotsschildern sehr oft Ausdrücke wie „Nicht betreten!“, „Nicht anfassen!“ und „Nicht rauchen!“.In der deutschen Sprache ist es auch möglich einen höflichen Imperativ zu bilden, der an fremde oder ranghöhere Personen gerichtet ist, die man nicht duzen möchte. Der höfliche Imperativ des Verbs „beachten“ wäre dann „beachten Sie!“ Diese Form ist aber eher als Ersatzform des Imperativs zu sehen. Den Imperativ kann man nicht in ein anderes Tempus, wie z.B. in das Präteritum, auch Imperfekt genannt, setzen.