Die Phonetik beschäftigt sich hauptsächlich mit der Einstellung, beziehungsweise der Bewegung des Sprechapparates zur Bildung von sprachlichen Lauten sowie mit der rhythmischen Folge der Laute. Sämtliche Artikulationen spielen sich zwischen dem Kehlkopf und dem Nasen-Mund-Ausgang ab.

Eine Sonderstellung nimmt das h ein, das im Kehlkopf gebildet wird, bei dem die Atemluft aber nicht gehemmt wird, sondern frei abfließen kann.

Dentale oder Alveolare Laute werden an den Zähnen gebildet. Es sind dies das d,t, s, l, n, oder r.
Lippenlaute werden mit beiden Lippen oder mit den Oberzähnen und der Unterlippe gebildet, wie das b, p, oder das m.

Bei den Explosivlauten bei denen der Mundkanal gesperrt und durch einen Atemstoss gesprengt wird, unterscheidet man zwischen stimmlosen und stimmhaften Lauten. Zu den stimmlosen zählen zum Beispiel t und k, zu den stimmhaften d und g.

Zu den Nasenlauten, bei denen der Mundkanal gesperrt und nur der Weg durch die Nase frei ist, zählt das m, n und ng.

In der Phonetik in anderen Sprachen gibt es noch viele andere Laute, zum Beispiel Zwischenlaute, die zwischen den Zähnen gebildet werden. Es handelt sich dabei um mouillierte oder paltalisierte Laute: zum Beispiel das französische ll oder das italienische gl. Bei der Phonetik im Arabischen wird das q sehr tief in der Kehle gesprochen und das h mit Reibegeräusch.

Neben der Artikulation der Sprachlaute spielt auch die Akzentuierung der Laute eine wichtige Rolle und zwar deren Dauer, Stärke und Tonhöhe. Diese Eigenschaften bestimmen den Charakter der Silben als lange, kurze, betonte, unbetonte, hochtonige, mitteltonige oder tieftonige. Der Wechsel dieser Eigenschaften ergibt den Wortrhythmus als Lautstärkenrhythmus.

Unterschiede in der Phonetik

Im Deutschen kommt es zur Folge von betonten und unbetonten Silben, im Altgriechischen zur Folge von langen und kurzen Silben und im Chinesischen zur Folge von Silben mit verschiedenen Tonhöhen beziehungsweise verschiedenen Tonverläufen.

Neben der Phonetik beschäftigen sich auch die Logopädie oder die Spracherziehung mit der Kommunikation.

Im Gegensatz zur Phonetik handelt es sich bei der Phonologie von der Lehre von dem jeder Sprache eigentümlichen Funktionssystem der Phoneme. Zur Wortbildung wird aus dem im Prinzip fast unendlich vielen Artikulationsmöglichkeiten nur eine bestimmte, von Sprache zu Sprache verschiedene Menge von Phonemen verwendet.

Die Silbentrennung in der deutschen Sprache wird oft zum Problem, da sie mit der Phonetik nicht immer übereinstimmt. Eine Worttrennung unterliegt strengen Regeln der Rechtschreibung.

Zusammengesetzte Wörter werden nach ihren Sprachsilben getrennt, ebenso die Fremdwörter, da etymologische oder fremdsprachige Kenntnisse nicht immer vorausgesetzt werden können, zum Beispiel Tran-sit statt Trans-it.