Zweistellige Rendite versprachen sie ihren Anlegern bis zuletzt, dann, im Februar 2013, wurden die beiden Gründer der Frankfurter Immobiliengruppe spektakulär verhaftet. Bilder ihrer rauschenden Party mit Champagner, Prostituierten und Nobelkarossen gingen durch alle Medien: Zwei junge Männer ohne Skrupel verprassten das ihnen anvertraute Geld für ein Leben in Saus und Braus, jüngste Berechnungen gehen von einem dreistelligen Millionenbetrag aus – Tausende Anleger werden ihr angelegtes Vermögen nicht mehr wiedersehen.

Was ist eigentlich Rendite?

Unter Rendite versteht man ganz einfach eine erfolgreiche Geldanlage. Dabei unterscheidet man zwischen der Brutto- und der Nettorendite. Der Erfolgsmaßstab ist dabei die erzielte Verzinsung des eingesetzten Kapitals in Prozent pro Jahr. Die Bruttorendite bezeichnet den Gesamtgewinn (oder auch den Verlust) ohne Abzüge wie Steuern, Gebühren oder Inflationsrate. Die Nettorendite ist dann der Gewinn nach Abzug dieser Faktoren. Die einfache Formel heißt deshalb: Rendite = Gewinn dividiert durch das eingesetzte Kapital. Die Finanzmathematik bietet eine Vielzahl an differenzierten Berechnungen für die Bewertung von Aktien, etwa den Barwert (auch Kapitalwert genannt), berechnet durch die Abzinsungsformel.

Warum ist die Rendite so wichtig?

Die erzielte Rendite ist der Maßstab, die verschiedenen Anlageformen miteinander hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit zu vergleichen. Jeder Anleger möchte, dass sich sein Geld vermehrt, nicht ganz einfach in Zeiten sehr niedriger Zinsen. Was für Kreditnehmer wie Häuslebauer positiv ist, wird für Anleger zum Problem. Wer interessante Renditen erwirtschaften will, der muss Know-how, Zeit – und auch eine Portion Glück haben.

Rendite – Wie wird sie erwirtschaftet?

Eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Anlagen zwecks der Erwirtschaftung von Rendite: Auf Grund niedriger Zinsen investierten viele Menschen in Gold.

Eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Anlagen zwecks der Erwirtschaftung von Rendite: Auf Grund niedriger Zinsen investierten viele Menschen in Gold.

Wer eine Rendite erwirtschaften will, die über der Inflationsrate von 1,5 Prozent (Mai 2013) liegt, der darf sein Geld aktuell nicht in Tages- oder Festgeld anlegen. Auch Sparbücher oder Girokonten scheiden im Moment aus.

Eine Alternative ist Gold. Das bringt zwar keine Zinsen, wenn man es aber in einer Hochpreisphase verkaufen kann, dann sind die Renditen wirklich interessant. Wer 2007 Gold für ca. 850 US-Dollar (Feinunze) gekauft hat, der konnte das Edelmetall Ende 2012 für etwa 1.800 US-Dollar wieder verkaufen. Mehr als eine Verdoppelung des eingesetzten Kapitals. Seit 2013 verliert das Gold allerdings wieder an Wert.

Andere investieren in Betongold, also Wohnungen oder Häuser. Nur in Boomstädten wie München, Hamburg und Berlin sind Wohnungen in begehrter Lage rar und entsprechend hoch die Mieten. In weniger nachgefragten Regionen können Immobilienanlagen leicht zum Fiasko werden, nach der Wende haben viele Anleger in Ostdeutschland Millionen verloren.

Die dritte Anlagevariante sind Aktien und Co. Hier sind Fragen nach der bisherigen Kursentwicklung, aber auch nach etwaigen Gebühren usw. zu stellen. Für seriöse Antworten kann man sich an den Anlageberater der eigenen Bank wenden, will man seine Anlagen selbst steuern, dann benötigt man neben Know-how auch Zeit und sehr gute Nerven.