Immer mehr Menschen beginnen heute ein Studium, ist es für viele Menschen doch der einfachste Weg in höhere Würden aufzusteigen. Doch auf dem Weg in diese Würden findet sich oftmals der Begriff des Kolloquiums wieder. Leider wissen jedoch nur die wenigsten angehenden Studenten um die Bedeutung dieses folgenschweren Begriffes.

Die mündliche Prüfung an der Universität

Das Kolloquium ist eine mündliche Prüfung und somit eine Hürde, die sowohl Abiturienten wie auch Studenten auf dem Weg zum Abschluss nehmen müssen.

Das Kolloquium ist eine mündliche Prüfung und somit eine Hürde, die sowohl Abiturienten wie auch Studenten auf dem Weg zum Abschluss nehmen müssen.

Grundsätzlich existiert das Kolloquium sowohl vor dem Abitur als auch im Studium. Im Abitur dient es allerdings der Erlangung der Hochschulreife durch ein mündliches Gespräch, während es beim Studium entweder der Doktorprüfung oder der Erlangung des Bachelor-Abschlusses dient. Hier dient das Kolloquium also dazu einen Doktortitel oder generell einen Studienabschluss zu erringen. Allgemein gesprochen ist ein Kolloquium während des Studiums also immer eine Art Abschluss- oder Zwischenprüfung. In Österreich wird auch die schriftliche Überprüfung im Rahmen einer Übung als Kolloquium bezeichnet. Die höchste Form des Kolloquiums ist die mündliche Prüfung der Habilitation, mit der sich der Prüfling das Recht erwirbt, selbst an einer Hochschule lehren zu dürfen.
Generell gibt es das Kolloquium in jeder Art des Studiums, wobei jedoch einige Bereiche andere Kolloquien durchführen. So wird an einer Fachhochschule für Sozialpädagogik die letzte mündliche Prüfung im Berufspraktikum bzw. im Anerkennungsjahr ebenfalls Kolloquium genannt. Zudem wird nach Abschluss des Berufsanerkennungspraktikums in vielen sozialen Berufen ein Kolloquium durchgeführt. Hier erfolgt die Verleihung des Abschlusstitels, wie zum Beispiel der des staatlich geprüften Erziehers. Auch eine mündliche Prüfung im Gesprächsstil, zwischen Professor und Student geführt, ist ein Kolloquium. Hier dient das Kolloquium dazu, die Reife und das Wissen des Studenten für das beabsichtige Studium zu überprüfen. Daher wird das Kolloquium während des Studiums auch gerne als Rechenschaftsablage bezeichnet, weil es durchaus einen prüfungsbedingten Charakter hat.

Andere Arten des Kolloquiums

Doch gibt es auch noch andere Bedeutungen des Wortes Kolloquium. So dient das Kolloquium, dessen Ursprung beim lateinischen Wort coloqui liegt, was soviel bedeutet wie „sich besprechen“ oder „sich unterreden“, auch als Zusammenkunft mit Diskussion. So kann ein Kolloquium im Studium durchaus auch eine Gesprächsrunde von Doktoranden und Diplomanden, bzw. auch von Bachelor- und Master-Kandidaten, sein. Hier werden die jeweiligen Forschungsarbeiten vorstellen und präsentieren, worauf sich meist eine Gesprächsrunde unter den Teilnehmern entwickelt. In diesem Sinne ist das Kolloquium eine Art Seminar unter Experten.
Auch Festkolloquien sind möglich. Diese werden von Hochschulen – oder nur deren Fakultäten – veranstaltet. Im Laufe dieser Veranstaltungen werden meist besonders verdiente oder anerkannte Wissenschaftler der jeweiligen Tätigkeitsbereiche geehrt, wozu meist auch andere, hoch angesehene Persönlichkeiten eingeladen werden.