Der Arbeitnehmerpauschbetrag ist ein steuermindernder pauschaler Betrag, der von den Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit abgezogen wird. Seit 2011 gilt ein pauschaler Betrag in Höhe von 1000 Euro.
So werden bei der Berechnung der Steuer nur die um 1000 Euro verringerten jährlichen Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit, bestimmten Sondereinnahmen und die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Lohnersatzleistungen zugrunde gelegt.
Die entsprechende Steuerminderung wird nicht erst bei der Einkommensteuerveranlagung zurück erstattet, sondern bereits bei der Berechnung des Lohns berücksichtigt, wobei der Nettolohn etwas höher ausfällt.

Der Arbeitnehmerpauschbetrag wird mit dem Werbekosten-Pauschbetrag gleich gesetzt. Fallen während des Jahres keine Werbekosten an oder liegen diese unter dem Betrag von 1000 Euro, dann gilt nur der Arbeitnehmerpauschbetrag. So können also Werbekosten unter einem jährlichen Betrag von 1000 Euro nicht steuerlich geltend gemacht werden. Alle zusätzlich über 1000 Euro liegenden Werbekosten wirken sich jedoch steuermindernd aus.

Einige Merkmale des Arbeitnehmerpauschbetrags

1) Wie der Name schon ausdrückt, ist der Arbeitnehmerpauschbetrag ein feststehender Betrag und kann nicht verändert werden. Auch wenn das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr besteht, kann er nicht gekürzt werden. Wenn der Arbeitslohn unter 1000 Euro liegt, werden die Einnahmen durch den Arbeitnehmer-Pauschbetrag auf 0,00 Euro reduziert. Dabei kommt es jedoch nicht zu Verlusten.

2) Bei Bestehen von mehreren Arbeitsverhältnissen gilt der Arbeitnehmerpauschbetrag trotzdem nur einmal. Jedoch die Werbekosten aller Tätigkeiten können zusammen steuerlich geltend gemacht werden, soweit sie den Pauschbetrag übersteigen.

3) Bei Ausüben eines Minijobs gelten keine steuerlich absetzbaren Pauschbeträge.

4) Bei der Berufstätigkeit beider Ehepartner einer Ehe können beide Partner den Arbeitnehmerpauschbetrag beanspruchen.

Was ist der Progressionsvorbehalt?

Gemäß dem deutschen Steuerrecht gilt für eigentlich steuerfreie Einkünfte, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, nach der Hinzurechnung zu den nicht selbstständigen Einnahmen, dass sie zur Erhöhung der Einkommenssteuer führen. Dabei werden diese Einnahmen wie steuerpflichtige Einkünfte behandelt. Liegen die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit unter 1000 Euro und werden gleichzeitig Leistungen, die unter Progressionsvorbehalt stehen, gewährt, dann wird der Arbeitnehmerpauschbetrag von diesen Einnahmen abgezogen.
Gemäß § 32b EStG unterliegen u. a. Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Elterngeld oder auch Altersübergangsgeld dem Progressionsvorbehalt.

Besondere steuerpflichtige Einnahmen

Eine Kündigung wird meist durch eine Abfindung abgewickelt: Diese gehört zu den steuerpflichtigen Einnahmen

Eine Kündigung wird meist mit einer Abfindung abgewickelt: Bei Zahlung neben dem Arbeitslohn ist sie auch vom Arbeitnehmerpauschbetrag betroffen.

Zu den besonderen steuerpflichtigen Einnahmen gehört u. a. die Abfindung. Bei Zahlung der Abfindung neben dem Arbeitslohn wird der Arbeitnehmerpauschbetrag vom Arbeitseinkommen abgezogen. Liegt das Arbeitseinkommen jedoch unter 1000 Euro, werden die Steuern auf der Grundlage einer um den Arbeitnehmer-Pauschbetrag verringerten Abfindungssumme berechnet.

Fazit

Der Arbeitnehmerpauschbetrag ist ein pauschaler jährlicher Betrag in Höhe von derzeit 1000 Euro, der die steuerpflichtigen Einnahmen aus nicht selbstständiger Arbeit, Sonderleistungen und Lohnersatzleistungen um diesen Betrag verringert.