Ein Eignungstest an Hochschulen ist eine mehrstündige Prüfung, mit deren Hilfe die Zulassung zu bestimmten Studienfächern festgelegt wird. Dabei ist der Test in verschiedene Themengebiete aufgeteilt und stellt unterschiedliche Anforderungen an die Studienbewerber.

Der Eignungstest für Studienbeginner

Es gibt zwei typische Beispiele für Fächer, in denen angehende Studenten einen Eignungstest ablegen müssen, bevor sie eine Zulassung erhalten. Zum einen gibt es da die Eignungsprüfung für Medizin und dann den Eignungstest für Sport.

Wer Medizin – egal in welchem Bereich – studieren möchte, der muss in der Regel seine Qualifikationen abseits von seinem bereits vorliegenden Numerus Clausus in einer schriftlichen Prüfung beweisen. Dabei werden verschiedene Kenntnisse in Themengebieten wie Mathematik, Textverständnis, logischem Denken sowie Naturwissenschaften abgefragt.

Zusätzlich wird bei der Prüfung getestet, wie gut die einzelnen Bewerber mit Stresssituationen umgehen können, bevor man ihnen eine Zulassung zum Studium erteilt.

Wer dagegen Sport studieren möchte, der muss einen praktischen Eignungstest ablegen. Dazu müssen die Studienbewerber sich an einem Tag an der Sporthochschule Köln einfinden, wo sie dann ihre körperliche Verfassung in zwanzig verschiedenen Disziplinen, darunter Sprint, Weitsprung, Dauerlauf und Schwimmen unter Beweis stellen müssen. Nur wenn sie 19 Prüfungen mit gutem Ergebnis bestehen, können sie auf eine Zulassung hoffen.

Für manche Studienfächer muss man einen Eignungstest absolvieren

Für manche Studienfächer muss man einen Eignungstest absolvieren

Erhält man trotz einer guten Prüfung keine Zulassung zur Immatrikulation, hat man als Student noch die Möglichkeit, eine sogenannte Studienplatzklage einzureichen. Dabei werden die Ergebnisse vom Eignungstest mit den anderen Zulassungskriterien überprüft und entschieden, ob ein Student ein Anrecht auf einen Studienplatz hat oder auf die Warteliste kommt.

Eignungstest für Studienwechsler

Wer sein Studium an einer Hochschule abbricht und beispielsweise in eine andere Stadt zieht, um dort weiter zu studieren, muss sich ebenfalls für das Studium dort bewerben. Wenn man allerdings, die bereits investierte Zeit nicht verlieren und direkt ein paar Semester überspringen möchte, muss man einen Eignungstest für die Zulassung zu höheren Semestern ablegen.

Bei dieser Prüfung wird das Basis-Wissen abgefragt, dass in den ersten Semestern des jeweiligen Studienfachs bereits vermittelt wurde. Möchte man beispielsweise ein Russisch-Studium nicht von Semester 1 sondern von Semester 3, also Mittelstufe, fortsetzen, muss man sein grundlegendes Verständnis der Sprache, die Lesefähigkeit und einen entsprechenden Wortschatz in schriftlicher und mündlicher Form nachweisen können.

Besteht man diesen Eignungstest, kann der Studierende direkt in das höhere Semester einsteigen.

Fällt man allerdings durch, muss man entweder ganz von vorne anfangen oder mit einer Exmatrikulation aus dem Studienfach rechnen.