Definition

Der Numerus clausus beschreibt die Zulassungsbeschränkung an Universitäten, sollten sich mehr Studenten bewerben als es Studienplätze gibt. Abgekürzt heißt er NC. In solchen Fällen der Überbewerbung zeigt der Numerus Clausus die Note eines Studienganges an, die für seine Belegung erforderlich ist.

Für die Vergabe der Studienplätze sind nicht die Universitäten, sondern die Hochschulzulassung zuständig. 20% der Studienplätze werden an die Studenten vergeben, die den besten Notendurchschnitt beim Abitur haben. Derjenige, der als letzter Bewerber von den 20 % ausgewählt wurde, stellt die Bewertung des NC`s auf. Seine Note ist der künftige Numerus Clausus Wert.

Dies bedeutet, dass die Note beim nächsten Bewerbungslauf unter diesem vorgegebenen Numerus Clausus liegen muss, ansonsten muss ein erneutes Auswahlverfahren stattfinden. Wenn der Wert z.B. 1,3 beträgt, werden nur Noten mit 1,2 angenommen. Sollten sie identisch sein oder drüber liegen, kommen die Studenten in der Wartezeit an die Reihe, um den Bedarf aller Studienplätze zu decken.

Auswahl und Zulassungen

Die restlichen 60 % der Studienplätze werden durch ein spezielles Auswahlverfahren ermittelt. Zu den Verfahren bei der Immatrikulation gehören:

  • Eignungstest
  • die Abiturnote
  • das Vorstellungsgespräch
  • evtl. Berufserfahrung

Wartezeit

Der Numerus clausus ist die Zulassungsbeschränkung an Universitäten

Der Numerus clausus ist die Zulassungsbeschränkung an Universitäten

Die Zahl der Studenten, die über die Wartezeit in die Universität aufgenommen werden, beträgt 20%. Diese Wartezeit erhält jeder Student, der über dem letzten Numerus Clausus gelegen hat.

Jedes halbe Jahr nach dem Abitur, in dem der Bewerber nicht immatrikuliert war, heißt Wartesemester. Wenn auch hier die Anzahl der Studenten mit den meisten Wartezeiten, die Anzahl der Studienplätze übersteigt, ist hier die Abiturnote entscheidend.

Höchster Numerus Clausus

Den höchsten Numerus Clausus, nämlich die Note 1,0, weisen folgende Studienfächer auf:

  • Biologie
  • Biochemie
  • Mathematik
  • Philosophie
  • Neurowissenschaften
  • Wirtschaft
  • Sprachen
  • Biotechnologie
  • Biomedizin
  • Medizin

Lohnt eine Klage bei Absage?

Sollte ein Student bei einer Zulassung gescheitert sein und dennoch studieren wollen, hat er die Möglichkeit einer Studienplatzklage.

Mit einem Eilverfahren, das vor Gericht erreicht wird, kann rechtzeitig vor Studienbeginn noch ein Platz ergattert werden. Doch manchmal kann diese Klage auch scheitern und der Student bekommt keinen Platz.

Ob nun eine Klage weitergeführt wird, sollte gut durchdacht sein. Eine Klage kostet viel Geld und selbst bei Gewinnen vor Gericht kann der Erfolg auch Geld kosten, denn der eigene Rechtsanwalt muss so oder so bezahlt werden.

Vielleicht sollte in Erwägung gezogen werden, sich in einer anderen Uni einzuschreiben, bei der sofort der Studienplatz zu vergeben wäre.

Das schont den Geldbeutel und die Nerven.