Bei einer Studienplatzklage fechtet ein bevollmächtigter Rechtsanwalt, die Immatrikulation, in den von den Studieren begehrten Studiengang, an einer Universität, an, wenn die Bewerbung, um eine Studienstelle, angesichts eines zu schlechten Numerus Clausus, abgewiesen wurde.

Je nach Verhandlungsgeschick, wird es außergerichtlich oder mit dem Gericht geklärt. Da sich eine vorschriftsmäßige Studienplatzklage gegen die Universität, angesichts der genauen Bearbeitung des Gerichtshofes, zu lange hinziehen würde, versucht der Rechtsanwalt in einem Eilverfahren die Studienplatzklage durchzusetzen.

Die Bezeichnung Studienplatzklage erweist sich etliche Male als unkorrekt, weil es nur ganz selten zu einer solchen Klage gegen die Universität kommt. Trotzdem ist das Wort Studienplatzklage im normalen Sprachgebrauch sesshaft geworden.

Wann kann man einen Studienplatz einklagen?

Nicht nur in den Numerus Clausus begrenzten Fachgebieten, insbesondere die medizinischen Bereiche, sondern auch in allen anderen Fachbereichen wird die Immatrikulation an den erwünschten Universitäten ständig komplizierter. Es hat den Anschein, als gebe es für die Hochschulen viele Beweggründe, eine Zulassung abzulehnen.

So wird von Hochschulen, insbesondere die Kunst- und Sporthochschulen, verlangt, dass sich die Bewerber einem Eignungstest unterziehen. Jeder hat das Recht einen Studienplatz einzuklagen, sofern der Aufnahmevertrag nicht genehmigt wurde.

Der Rechtsanwalt versucht in einem Eilverfahren die Studienplatzklage durchzusetzen

Der Rechtsanwalt versucht in einem Eilverfahren die Studienplatzklage durchzusetzen

Es muss aber die Voraussetzung erfüllt sein, dass die Hochschule, an der man sich beworben hat, mehr Plätze zur Verfügung stehen hat, als sie ausgeschrieben hat. Die Menge aller Studienplätze wird immer von Neuem berechnet. Das Verfahren ist äußerst unübersichtlich und kompliziert und so kommt es leicht vor, das Studienplätze zu Unrecht nicht vergeben werden.

Dies kann auch durch eine Exmatrikulation eines Studenten passieren, wenn dieser sich nicht ordnungsgemäß, bei vorzeitigen Verlassen der Universität, abgemeldet hat. Nach Artikel 12 im Grundgesetz, müssen alle zur Verfügung stehenden Plätze angeboten werden. Dies ist die Voraussetzung einer Studienplatzklage.

Gerade in Jahrgängen, die einen guten Durchschnitt erzielt haben, können Studienplatzklagen den angehenden Studenten helfen, ihren Weg zu machen. Beim Studium sollte immer Motivation, Ambitionen sowie Interesse für das Studienfach im Vordergrund stehen.

Leider wird sehr oft die Meinung vertreten, dass eine Studienplatzklage mit einer 100 prozentigen Aussicht auf Erfolg verbunden ist. Dies ist falsch, denn kommt das Gericht zur Annahme, das die Universität z.B. 20 Studienplätze zu wenig ausgeschrieben hat, werden diese oft in einen Losverfahren unter den Bewerbern vergeben.

Je nach Anzahl der Bewerber verkleinert sich die Möglichkeit, durch eine Klage einen Platz zu bekommen, beachtlich.

Trotz alledem kann eine Studienplatzklage ein sehr guter Weg sein, ohne quälendes Wartesemester und hohen Numerus Clausus, einen verdienten Studienplatz zu bekommen.