Die Kubakrise dauerte vom 14. bis zum 28. Oktober 1962. Die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf Kuba führte zu einer Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion und war Auslöser der Kubakrise. Der weltweit drohende Atomkrieg konnte schließlich durch Verhandlungen zwischen dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Nikita Chruschtschow abgewendet werden.

Entwicklung der Kubakrise

  • Im April 1962 stationierten die USA zu Verteidigungszwecken einsatzbereite Atomraketen in der Türkei. Im Gegenzug begann die Sowjetunion ab Juli 1962 mit der heimlichen Stationierung von Soldaten und Mittelstreckenraketen auf Kuba.
  • Als am 14. Oktober 1962 ein Aufklärungsflugzeug Aufnahmen von Raketenstellungen und Startrampen auf Kuba machte, wurde die Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion ausgelöst, die als Kubakrise in die Geschichte einging.
  • Die USA befürchteten durch die sowjetischen Raketenstellungen auf Kuba die Zerstörung der wichtigsten amerikanischen Industriestädte und Washingtons. Weltweit wurden die amerikanischen Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt und die Sowjetunion aufgefordert, die Raketenstellungen auf Kuba aufzugeben. Um seine Forderung zu bekräftigen, leitete der amerikanische Präsident Kennedy am 24. Oktober 1962 eine Seeblockade gegen Kuba ein und zwang alle sowjetischen Schiffe im Umkreis von 500 Meilen zur Umkehr.
  • Die Sowjetunion bestritt zunächst die Existenz von Raketenstellungen auf Kuba, versicherte später aber, dass diese lediglich der Verteidigung dienen würden. Nachdem am 25. Oktober 1962 vor dem UN-Sicherheitsrat Aufklärungsfotos der Raketenstellungen auf Kuba präsentiert wurden, erklärte sich der sowjetische Staatschef Chruschtschow zur Aufgabe der Raketenstellungen bereit. Im Gegenzug forderte er den Abzug der amerikanischen Raketen aus der Türkei.
  • Nachdem sich die sowohl Kennedy als auch Chruschtschow zum Abzug ihrer Raketenstellungen bereit erklärten, wurde die Kubakrise am 28. Oktober 1962 beendet.

Kubakrise – weltweite Gefahr eines Atomkrieges

 Die Kubakrise dauerte nur ganze 14 Tage.

Die Kubakrise dauerte nur ganze 14 Tage.

Nachdem Aufklärungsflüge Aufnahmen von Raketenstellungen auf Kuba zeigten, kam es zu einer Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion, auf die ein weltweiter nuklearer Krieg hätte folgen können. Mit einer am 24. Oktober 1962 einsetzenden Seeblockade versuchte der amerikanische Präsident Kennedy die Sowjetunion zur Aufgabe der Raketenstellungen zu bewegen. Intensive Verhandlungen und das Einlenken beider Regierungschefs führten schließlich zu einer Beendigung der Kubakrise.