Als primärer Auslöser der Kubakrise gilt die Entdeckung sowjetischer Atom-Raketen auf der Karibikinsel Kuba, ca. 200 Kilometer entfernt von Florida, durch ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug Mitte Oktober 1962. Niemals zuvor stand die Welt so nahe am Abgrund eines Nuklearkrieges, denn die USA sahen sich durch die Raketenbasen der Sowjets massiv bedroht. Doch der Auslöser der Kubakrise war lediglich der Höhepunkt einer bereits jahrelang schwelenden Konfrontation zwischen den Atom-Mächten und wurde erst durch die zerrütteten Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten möglich.

Kubanische Abhängigkeit von den USA

Schon lange vor Beginn und Auslöser der Kubakrise waren die Beziehungen zwischen Kuba und dem großen amerikanischen Nachbarn auf ihrem Tiefpunkt angelangt: Nach Ende des Amerikanisch-Spanischen Krieges (1898) war Kuba in die totale Abhängigkeit Amerikas geraten. Das änderte sich erst, als die Rebellen Fidel Castro und Che Guevara den Diktator Baptista, einen pro-amerikanischen Politiker, aus dem Amt drängten und die USA in der Folge jeglichen Einfluss und Besitz dort verloren hatten. Der Auslöser der Kubakrise hatte in diesem Zusammenhang gewissermaßen seine Wurzeln.

Wettrüsten als Auslöser der Kubakrise

Die Stationierung von amerikanischen Langstreckenraketen in der Türkei war mit ein Auslöser der Kubakrise.

Die Stationierung von amerikanischen Langstreckenraketen in der Türkei war mit ein Auslöser der Kubakrise.

Schon seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges tobte der Kalte Krieg zwischen den beiden Akteuren USA und der Sowjetunion, die in der Aufrüstung noch große Defizite gegenüber den Vereinigten Staaten aufwies. Diese hatten bereits Mittelstreckenraketen in Europa stationiert, was die UdSSR als extreme Bedrohung empfand. Die Sowjets sahen durch Aufnahme diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen zu den neuen kommunistischen Machthabern Kubas ihre Chance, im Wettrüsten mit den Amerikanern gleichzuziehen. Dieses Wettrüsten war der eigentliche Auslöser der Kubakrise. Die Vereinigten Staaten unter ihrem Präsidenten John F. Kennedy konnten diese Bedrohung – weniger als 200 Kilometer von der Küste Floridas entfernt – keinesfalls hinnehmen. Im Gegenzug war der sowjetische Staats-und Parteichef Nikita Chruschtschow davon überzeugt, dass die Amerikaner eine Invasion Kubas planten. Beide Großmächte beschuldigten sich gegenseitig, Auslöser der Kubakrise zu sein, und zeigten ihre Bereitschaft zu einem bewaffneten atomaren Konflikt.

Auslöser der Kubakrise gleichzeitig die Rettung

Zwei Wochen nach Ausbruch der Krise gelang es den beiden Supermächten, den Konflikt beizulegen. Aus der Erkenntnis, dass ein Atomkrieg unter allen Umständen vermieden werden musste, entstand der sogenannte „Heiße Draht„, eine direkte Telefonverbindung zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml.