Die Philosophie beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen der Menschheit. Das Wort Philosophie stammt aus dem Griechischen und heißt soviel wie „Liebe zur Weisheit“. Im Allgemeinen unterschiedet man zwischen der praktischen und der theoretischen Philosophie als den grundlegenden Teildisziplinen dieses Wissenschaftsbereiches.

Im Bereich der praktischen Philosophie geht es um Fragen des Zusammenlebens und des richtigen Verhaltens des Einzelnen. Neben der Moral und der Ethik geht es in dieser Teildisziplin auch um Politik und Gesellschaft. In der Ethik wird ebenso über das gute Leben im Allgemeinen, wie auch über bestimmte spezifische Probleme nachgedacht. So gibt es eine Vielzahl an Bereichsethiken, die sich mit den ethischen Fragen bestimmter gesellschaftlicher oder beruflicher Segmente oder Poblemkomplexe auseinander setzen. Hierzu gehören beispielsweise die Medizinethik, die Bioethik, die Medienethik oder die Wirtschaftsethik. In den Bereichsethiken bemühen sich Philosophen vor allem auch darum, die ethischen Probleme sich neu entwickelnder Gesellschaftsbereiche zu lösen.

Aristoteles, Platon und Sokrates zählen zu den bekanntesten Größen der antiken griechischen Philosophie.

Aristoteles, Platon und Sokrates zählen zu den bekanntesten Größen der antiken griechischen Philosophie.

Zur theoretischen Philosophie gehören diejenigen Fragekomplexe, in denen es um die Grundlagen unseres Lebens, unseres Denkens und der Welt geht. In der Metaphysik geht es um die basalen Prinzipien des Seins und darum, aus welchen Grundbestandteilen unsere Welt besteht. In der Erkenntnistheorie geht es um die Funktionsweisen und Begrenzungen unseres Erkennentnisapparats. Was ist Wahrheit? Wie kann man diese erkennen? Dies sind Fragen die in der Erkenntnistheorie untersucht werden. In der Wissenschaftstheorie, welche ebenfalls zur theoretischen Philosophie gehört, wird die Güte von Theorien überprüft und nach Standards guten wissenschaftlichen Arbeitens geforscht. Eine weitere Unterdisziplin aus diesem Segment ist die Philosophie des Geistes. Hier wird in erster Linie die Funktionsweise unseres Denkens sowie das Verhältnis zwischen Körper und Geist untersucht.

Neben der Unterscheidung zwischen den Teildisziplinen unterschiedet man auch verschiedene zeitliche Epochen in diesem Wissenschaftsbereich. Zur antiken Philosophie zählen beispielsweise Namen wie Sokrates, Platon oder Aristoteles auf der griechischen Seite und Seneca auf der römischen. Im Mittelalter zählen Augustinus oder Thomas von Aquin, der Dominikaner, zu den bedeutenden Kirchenvätern und Denkern der Scholastik. Für die Neuzeit hingegen stehen vor allem Denker wie Descartes, David Hume oder Immanuel Kant. In der Moderne bis zur Jetztzeit haben Köpfe wie Ludwig Wittgenstein, Jean-Paul Sartre oder Jürgen Habermas die Philosophie geprägt.