Der Zauberlehrling ist eine Ballade aus dem Jahr 1797 von Johann Wolfgang von Goethe. Geschrieben wurde sie in Weimar und oftmals in der Literatur oder im Film aufgegriffen. Am bekanntesten ist vermutlich der Variante von Disney namens „Fantasia. Aber auch andere Werke nehmen auf das klassische Thema Goethes Bezug. Der Text besteht aus 14 Strophen, jeweils 7 Strophen mit 8 Versen und 7 Refrainstrophen mit 6 Versen, die sich abwechseln

Inhalt

In der ersten Strophe erfährt man, dass der Hexenmeister das Haus verlassen hat und seinen Lehrling allein im Hause verbleibt. Der Zauberlehrling will das nutzen, um sich selbst und seine Zauberei auszuprobieren. Mit einem Zauberspruch belebt er einen alten Besen, der für ihn als Knecht Wasser schleppen muss. Zunächst erfüllt der Besen seinen Zweck auch sehr gut und bringt Wasser zum Haus der Zauberer. Allerdings bemerkt der Zauberlehrling schon nach kurzer Zeit, dass er den Besen nicht mehr stoppen kann, der unermüdlich weiter Wasser heranschleppt. Dem Lehrling wird Angst und Bange, er hat das Zauberwort vergessen, welches den Besen wieder zum Stillstand bringt. Das Haus läuft schon über vor lauter Wasser. Da schnappt sich der Zauberlehrling eine Axt, um den Besen entzwei zu spalten, um den den Spuk zu beenden. Doch statt zu stoppen, teilt sich der Besen nun in zwei Einheiten auf, die zu zweit Wasser heranschleppen. Flehend hofft der Zauberlehrling auf seinen Meister, der schließlich auch erscheint und dem Spuk ein Ende bereitet.

Hauptthemen

Die 7 Einheiten, in die diese Ballade unterteilt ist, geben den Zustand des Lehrlings wieder:

  • Selbstlob
  • Zauberspruch
  • Machtrausch
  • Angst
  • Hilflosigkeit
  • Verzweiflungstat
  • Flehen nach Hilfe
  • Rettung

Die Ballade erzählt diese Geschichte nicht nur, sondern nutzt auch sprachliche Mittel, um das Wasser zu verdeutlichen, wie zum Beispiel die Wiederholung des Wortes „Walle!“ und viele L-, S- und Z-Laute, welche den Lauf des Wassers hörbar machen.