Leben und Werk von Thomas Mann

Thomas Mann ist der Bruder des Schriftstellers Heinrich Mann und Sohn eines Kaufmanns. Er wurde am 06.06.1875 in Lübeck geboren und starb am 12.08.1953 in Zürich. Er wurde Schriftsteller, während des Zweiten Weltkriegs emigrierte er nach Amerika und nahm später die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

Ab 1952 lebte er bis zu seinem Tod in Zürich. Drei von sechs seiner Kinder, Klaus Mann, Golo Mann und Erika Mann wurden ebenfalls Schriftsteller. Die Romane sind naturalistisch in der Genauigkeit realistischer Schilderungen und Aufzählungen von Details, wie im Roman über das bürgerliche Leben der Hamburger Kaufmannsfamilie Buddenbrook. Für diesen Roman, der dem Realismus zugeordnet ist und 1901 erschien, und für andere Bücher wurde Thomas Mann der Literaturnobelpreis als höchste Auszeichnung verliehen.

Werke des großen literarischen Schaffens

  • Die Buddenbrooks
  • Tonio Kröger
  • Tod in Venedig
  • Der Zauberberg
  • Doktor Faustus
  • Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
  • Andere Romane, Novellen und Essays

Stilmittel und Satzstil in der Literatur von Thomas Mann

Im Satzstil sind neben anderen Formen die Hypotaxe und die Parataxe unterscheidbar. Zu erkennen sind sie äußerlich am Satzbau. In der Literatur bis zur damaligen Zeit, im Realismus und der Literatur Thomas Manns war vor allem die Hypotaxe ein häufiges und verbreitetes Ausdrucksmittel.

Parataxen zählen auf oder beschleunigen die Geschwindigkeit der Erzählung und fesseln den Leser. Das Stilmittel bildet aus aneinandergereihten, kurzen Hauptsätzen, mit oder ohne Konjunktionen getrennt und syntaktisch oder asyntaktisch eine Satzreihe.

Hypotaxen als Stilmittel in der Literatur und den Werken von Thomas Mann

Hypotaxen bilden meist lange Sätze, die aus Hauptsätzen und Nebensätzen zusammengesetzt sind. Es entstehen ineinander verschachtelte Gefüge von Sätzen.

Hier saß er oft in seiner Kindheit am Fenster, vor dem stets schöne Blumen prangten, auf einem kleinen Schemel zu den Füßen seiner Mutter und lauschte etwa, während er ihren glatten, grauen Scheitel und ihr gutes, sanftmütiges Gesicht betrachtete und den leisen Duft atmete, der immer von ihr ausging, auf eine wundervolle Geschichte“ (aus „Der kleine Herr Friedemann“).

Er muss das Bedürfnis empfunden haben, einen Teil der furchtbaren Verantwortlichkeit auf irgend jemanden abzuwälzen, weil er fühlte, dass es unaufhaltsam zu Ende ging“ (aus „Die Buddenbrooks“).

Thomas Mann drückt die Reflexion der Gebrochenheit der Einstellung zur Wirklichkeit, die sich in der Gebrochenheit der Satzgefüge wiederfindet aus. Die Satzgefüge weisen auf die innere Distanz der Beschreibung des Geschehens und der Rationalität im Abwägen und Beschreiben hin.

Sie drücken dem Leser gegenüber eine ironische Haltung zum Geschehen aus, deren Ironie sich im Stil wiederfindet.