Unter Rhetorik versteht man die Kunst der Sprache, des Redens und des richtigen Ausdrucks. So benutzen vor allem Politiker und Redner rhetorische Mittel, um einen Vortrag und seinen Inhalt gut dem Zuhörer zu vermitteln.

Einerseits stellt Rhetorik eine Disziplin oder Kunst dar, andererseits ist sie auch als eine Lehre aufzufassen. Denn die Rhetorik stellt auch eine Analyse wirksamen Redens dar und ist somit ein wissenschaftliches Instrument.

Geschichtlicher Hintergrund der Rhetorik

Der Begriff Rhetorik geht auf das antike Griechenland zurück. Das Wort stammt aus dem altgriechischem á¿¥??????ή (?έ???) und ist mit Redekunst zu übersetzen. Die damalige Demokratie Athens und anderer Poleis, zeichnete sich durch die Volksversammlungen auf öffentlichen Plätzen aus. So kamen männliche Redner zu Wort, die durch ihre beeindruckende Redeweise die Massen gewannen. Neben Streitigkeiten, die so öffentlich thematisiert und diskutiert wurden, wurden auch politische Fragen und Positionen durch die Reden an die Öffentlichkeit gebracht.

Mit dem griechischen Philosophen Aristoteles ging auch die erste Theorie der Rhetorik einher.

Mit dem griechischen Philosophen Aristoteles ging auch die erste Theorie der Rhetorik einher.

Mit dem griechischen Philosophen Aristoteles ging auch die erste Theorie der Rhetorik einher, die die Überzeugung der Rede thematisierte. Außerdem gab es schon in der Antike Rhetoriklehrer.
Die Rhetoriker siedelten sich zum Teil um die Sophisten an, die den Standpunkt vertraten, dass es nicht die eine Wahrheit alleine gäbe oder wenn, dann sei diese nicht erkennbar. Durch diese Auffassung wurde die Überredungskunst legitimiert.

Rhetorik als Kunst der Rede

Rhetorik hat nicht nur die Funktion und Aufgabe den Zuhörer von seinem Anliegen zu überzeugen, sondern ihn auch zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Durch verschiedene Stilmittel kann der Redner seinen Vortrag je nach Intention mitreißend, kritisch, verhöhnend, interessant oder emotional gestalten.
Außerdem gehören zur Rhetorik die Darlegung des Problems, eine sinnvolle Gliederung, eine Einleitung, die anschließende Auseinandersetzung durch verschiedene Argumente, ein eigener Standpunkt und ein überzeugender Schluss.

Auch heute kann man in einem Rhetorik-Seminar lernen, seinen Vortrag oder eine Präsentation überzeugend und wirkungsvoll für das Publikum zu halten. So lernt man nicht nur die richtige Wortwahl, das Einhalten von Pausen oder die Benutzung einer rhetorischen Frage. Denn es spielen auch die Körpersprache, der Tonfall und die Lautstärke, die Mimik und Gestik und der Blickkontakt mit dem Publikum eine große Rolle für eine überzeugende Rede.