Die Sparwechselschaltung

Um eine Leuchte von zwei verschiedenen Stellen in einem Raum einzuschalten benötigt man die aus der Elektrotechnik bekannte Wechselschaltung. Eine Sonderform davon ist die Sparwechselschaltung.

Der Aufbau und die Funktion der Sparwechselschaltung

Für die Sparwechselschaltung benötigt man zwei Wechselschalter. Ein Wechselschalter hat drei Kontakte, einen Eingang und zwei Ausgänge. Die Eingänge der beiden Schalter werden miteinander verbunden. Der erste Ausgang vom ersten Wechselschalter wird mit dem ersten Ausgang des zweiten Wechselschalters und mit der Leuchte verbunden. Der zweite Kontakt der Leuchte wird mit dem Neutralleiter oder auch Nullleiter genannt verbunden. Der zweite Ausgang des ersten Schalters wird mit dem zweiten Ausgang des zweiten Schalters verbunden. Diese Verbindung wird an die spannungsspeißende Phase L angeschlossen. Diese Sparschaltung hat seinen Namen durch Einsparung eines Drahtes erhalten. Sind beide Schalter in die gleiche Richtung gestellt kann kein Strom fließen. Erst wenn einer der beiden Schalter betätigt wird kann der Strom fließen und die Leuchte kann leuchten.

Der Nutzen der Sparwechselschaltung

Da in der Regel können 5-adrige Kabel verlegt werden. Installiert man nun unter einem der beiden Wechselschalter eine Schutzkontaktsteckdose ist das 5-adrige Kabel ausreichend. Zwei Adern werden für die Ausgänge der Wechselschalter benötigt. Da einer der beiden Drähte mit der Phase L verbunden ist, kann dieser gleichzeitig für den Anschluss der Phase in der Steckdose verwendet werden. Die dritte Ader wird mit dem Eingang des Wechselschalters verbunden, die vierte Ader wird als Neutralleiter für die Steckdose benötigt und die fünfte Ader wird als Schutzkontaktanschluss für die Steckdose genutzt. So kann unter jedem der beiden Schalter mit nur fünf Adern eine Steckdose installiert werden. Bei einer normalen Wechselschaltung benötigt man durch die Art der Schaltung für den zweiten Schalter gemeinsam mit einer Steckdose sechs Adern.
Ein Nachteil der Sparwechselschaltung sind die größeren Leitungswege die entstehen, weil die Phase L über beide Wechselschalter geführt wird.

Die Anwendung einer Sparwechselschaltung

Da die Phase L sowohl für den Wechselschalter als auch für die Steckdose genutzt wird kann ein Draht eingespart werden. So erklärt sich der Begriff Sparschaltung. Es kann ein ganz normales 5-adriges Kabel für diese Schaltung verlegt werden. Sollte man diese Schaltungsvariante erweitern wollen ist das nicht möglich. Bei der normalen Wechselschaltung besteht die Möglichkeit durch Einbau von einem oder mehreren Kreuzschaltern weitere Schaltstellen für die Leuchte zu schaffen.