Johann Wolfgang von Goethe, geboren am 28.8.1749 in Frankfurt und verstorben am 23.3.1832 in Weimar, wurde 1782 geadelt. Er war ein deutscher Poet und Dichter, außerdem proklamierte und forschte er auf unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Bereichen.

Goethe erhielt 1776 am Hof von Weimar verschiedene behördliche und politische Ränge. Zu seinen literarischen Werken zählen Dramen, Lyrik, literaturtheoretische und naturwissenschaftliche Schriften, Werke in Prosa und Vers. Sein umfassender, sowie ausführlicher Schriftwechsel, ist ebenso von wichtiger literarischer Relevanz.

Er war ein bedeutungsvoller Vertreter und Vorreiter der Epoche Sturm und Drang. Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ machten ihn 1774 in ganz Europa zur Berühmtheit. Etwas später wendete er sich formal der Antike zu, wurde 1790 unter Austausch mit Schiller zum wichtigsten Verfechter der Weimarer Klassik.

Später machte sich Goethe auch im Ausland, als Vertreter des geistigen Deutschlands, einen unvergessenen Namen. Nach seinem Tod wurde er zunächst nicht wertgeschätzt, doch im Deutschen Kaiserreich 1871 bekam er eine deutsche Identität für seine hervorragenden Werke sowie als bedeutender Dichter. Außerdem wurde seine Lebensart als beispielhaft und tadellos bezeichnet. Bis heute gehören seine Werke zur Weltliteratur.

In welcher Verbindung steht er zu Weimar?

Goethes Werke gehören heute zur Weltliteratur

Goethes Werke gehören heute zur Weltliteratur

Goethe kam 1775 nach Weimar, der Stadt der Klassik und Romantik, das dank des stetigen Handelns der Herzogin Anna Amalia im Aufbau zum kulturellen Mittelpunkt war. Goethe sympathisierte schnell mit den Herzog Karl August. Dieser schlug ihm vor, dass er bei der Leitung des Staates mitwirken sollte. Goethe nahm nach Zaudern und Zagen an. So wurde er am 11.6.1776 geheimer Legationsrat sowie Mitglied des dreiköpfigen Beraterausschusses des Herzogs.

Bei seiner Tätigkeit als Beamter, wurde er 1779 ins Wegbauministerium gerufen. Im selben Jahr bürdete man ihm das Kriegsministerium auf. Zu seinen Hauptaufgaben gehörten, den völlig mit Schulden belasteten Staatshaushalt, durch Einsparungen der öffentlichen Kosten, zu retten. Es gelang ihm zum Teil, Einsparungen durch Halbieren der Armee zu erzielen. Zudem unternahm er dienstliche Reisen nach Dessau, Berlin, Schweiz sowie den Harz. Hofrat Bode, der extra nach Weimar angereist war, erweckte Goethes Gunst an der Weimarer Freimaurer Loge „Amalia“. Am 23.6.1780 trat er dieser bei.

Neugestaltung von Goethe

Seit 1860 gehört Goethe zu den Leselektüren an deutschen Schulen. Die Periode Goetheferne endete 1871 mit der Reichsgründung. Er wurde nun zum Genie des neuen Staates, der Weimarer Republik ausgesprochen. Diese beschwor ihn als übersinnliche Voraussetzung des neuen Reiches.

1919 sprach der Reichspräsident Friedrich Ebert, dass aus „Imperialismus Idealismus“ würde, von der Großmacht zur geistigen Supergröße.

Praktischen Einfluss hat diese originelle Aussage jedoch nicht.