Der Literaturnobelpreis ist, neben den Nobelpreisen für Physik, Chemie, Medizin und Physiologie, eine der größten Auszeichnungen überhaupt. Der Nobelpreis wurde vom schwedischen Erfinder und Chemiker Alfred Nobel gestiftet und dieser hat ihn nach sich selbst benannt. Der Preis soll laut Nobel der Person ausgezeichnet werden, welche „das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat.“ Der Nobelpreis wurde 1901 eingeführt und wird jedes Jahr am Todestag seines Stifters, dem 10. Dezember, ausgezeichnet.

Vor seinem Tod gründete Albert Nobel ein „Nobelpreis-Komitee“, welches über die Gewinner der Preise in den fünf Kategorien entscheidet. Dieses Komitee nominiert potentielle Kandidaten, gibt jedes Jahr im Oktober den Sieger bekannt und zeichnet diesen dann zwei Monate später im Dezember aus. Wer den Literaturnobelpreis gewinnt, erhält eine Urkunde mit einer Medaille und einem bestimmten Geldbetrag, welcher aus dem Vermögen von Alfred Nobel stammt. Gewinnen können nicht nur Leute, die etwas weltbewegendes verändern oder Neues entdecken, sondern auch Menschen, die mit ihrem Lebenswerk beeindruckt haben.

Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda

Neftalí Ricardo Reyes Basoalto, der unter dem Pseudonym Pablo Neruda bekannt ist, wurde 1971 für den Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Er stammte aus Chile und war Schriftsteller und Dichter, der sich überwiegend gegen den Faschismus einsetzte. Das Nobelpreis-Komitee verlieh ihm den Preis „für eine Poesie, die mit der Wirkung einer Naturkraft Schicksal und Träume eines Kontinents lebendig macht.“

Pablo Neruda erhielt für seine Werke den Literaturnobelpreis.

Pablo Neruda erhielt für seine Werke den Literaturnobelpreis.

Pablo Neruda galt als ein „Dichter der verletzen Menschenwürde“ und man zählt ihn heute noch zu den wichtigsten lateinamerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Berühmt wurde er durch seine romantischen Liebesgedichte, die viele spanische Pärchen zueinander geführt haben sollen. Zusätzlich wurde er für sein politisches Engagement in seinem Land verehrt und wurde zurecht für den Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Deutsche Auszeichnungen für den Literaturnobelpreis:

  • 1902: Theodor Mommsen
  • 1908: Rudolf Eucken
  • 1910: Paul Heyse
  • 1912: Gerhart Hauptmann
  • 1919: Carl Friedrich Georg Spitteler
  • 1929: Thomas Mann
  • 1946: Herman Hesse
  • 1966: Nelly Sachs
  • 1972: Heinrich Böll
  • 1981: Elias Canetti
  • 1999: Günter Grass
  • 2004: Elfriede Jelinek