Wernher von Braun gilt als Pionier und Wegbereiter der Raumfahrt und wurde am 28. März 1912 in Wirsitz, Polen, geboren. Mit mit seiner Ehefrau Maria hatte er drei Kinder und erlag am 16. Juni 1977 in Alexandria/Virginia, USA, einem Krebsleiden.

Bereits früh interessierte sich Wernher von Braun für Naturwissenschaften und experimentiert bereits 1929 als Mitglied des „Verein für Raumfahrt“ mit flüssigkeitsbetriebenen Raketen. 1930 begann er an der Technischen Hochschule in Berlin sein Studium, welches er 1932 als Ingenieur für Mechanik abschloss. Seine Promotionsarbeit „Konstruktive, theoretische und experimentelle Beiträge zu dem Problem der Flüssigkeitsrakete“ wurde als „geheime Kommandosache“ eingestuft und daher nicht veröffentlicht. Während des Nationalsozialismus entwickelte Wernher von Braun als Raketeningenieur Flüssigkeitsraketen, die als „V2(Vergeltungswaffe 2) bei Angriffen eingesetzt wurden.

Werdegang im Nationalsozialismus

Wernher von Braun war ein deutscher und später US-amerikanischer Raketeningenieur.

Wernher von Braun war ein deutscher und später US-amerikanischer Raketeningenieur.

  • 1932: Entwicklung von Flüssigkeitsraketen in der Raketenversuchsstelle des Heereswaffenamts in Kummersfeld (Brandenburg)
  • 1934: A1- und A2-Raketenmodelle von Wernher von Braun erreichen eine Höhe von 2.200 m
  • 1937: Technischer Leiter der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde (Usedom) und Entwicklung der A4-Flüssigkeitsrakete, für deren Bau KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter verpflichtet werden
  • 1943: Als erste Langstreckenrakete erreicht die A4-Flüssigkeitsrakete die vierfache Schallgeschwindigkeit und wird als V2 („Vergeltungswaffe 2“) in Serie produziert

Wernher von Braun stellte sich 1945 gemeinsam mit 500 Mitarbeitern der amerikanischen Armee. In Fort Bliss (Texas) gab er seine Kenntnisse über die V2-Raketentechnik an die Amerikaner weiter und führte auch Tests in New Mexico (White Sands) durch. Seine Beteiligung am Nationalsozialismus war umstritten, wurde von ihm aber dementiert. Wernher von Braun veröffentlichte verschiedene Publikationen zum Thema Raumfahrt und wurde 1955 amerikanischer Staatsbürger.

Werdegang in den USA

  • 1950: Wechsel nach Huntsville (Alabama), um am Redstone Arsenal Jupiter-Trägerraketen zu entwickeln
  • 1953: Test der ersten Trägerrakete „Redstone“ in Florida (Cape Canaveral)
  • 1958: Wernher von Braun entwickelt eine Jupiter-C-Rakete, die den ersten amerikanischen Satelliten „Explorer 1“ in Umlauf bringt
  • 1959: Tätigkeit in der NASA
  • 1960: Leiter des „Marshall Space Flight Center“ (Huntsville) und Entwicklung von Raketen für das Saturn-Programm
  • 1969: Nach der Mondlandung beginnt Wernher von Braun mit der Entwicklung der ersten Weltraumstation „Skylab“
  • 1970: Umzug nach Washington (D. C.) als stellvertretender Direktor der NASA-Planungsabteilung
  • 1972: Wernher von Braun verlässt die NASA und wird Vizepräsident bei Fairchild Industries Inc. in Germantown (Maryland), einem Luft- und Raumfahrtkonzern
  • 1975: Gründung der privaten Raumfahrtorganisation „National Space Institute“