Wenn wir über Adverbien sprechen, bewegen wir uns in der Kategorie der Wortarten. Andere Wortarten neben dem Adverb sind zum Beispiel das Nomen, das Verb, das Adjektiv oder das Pronomen. Wortarten müssen von den syntaktischen Funktionen unterschieden werden, um Verwirrung zu vermeiden. Die Begriffe Objekt, Subjekt, Adverbial und Attribut werden also für die Bestimmung von Wortarten strengstens ausgegrenzt.

Adverbien beschreiben das Verb. Z.B. Das Auto fährt schnell

Adverbien beschreiben das Verb. Z.B. Das Auto fährt schnell

Grundlegend für Adverbien ist, dass sie andere Wörter näher beschreiben. Adverbien sind nicht flektierbar. Sie können jedoch meist sinnvoll gesteigert werden. Sie bestimmen Geschehnisse, Eigenschaften, Verhältnisse und insbesondere Tätigkeiten genauer. Die Bestimmung von Tätigkeiten ist die häufigste. Es ist einfach zu erkennen, dass in dem Wort Adverb das Wort Verb steckt. Adverbien beschreiben also meist Verben. Dies wird mit dem Beispielsatz „Das Auto fährt schnell“ deutlich. Das Verb in diesem Satz ist „fährt“ und „schnell“ ist das dazu passende Adverb.

Schwieriger zu erkennende Adverbien

Adverbien müssen sich jedoch nicht immer auf ein Verb beziehen. Sie können auch für eine nähere Beschreibung von Adjektiven, Nomen, oder sogar anderen Adverbien benutzt werden.

  • Adjektive und Adverbien:
    Sein Haarschnitt ist sehr hässlich. Hier ist „hässlich“ das Adjektiv und „sehr“ das Adverb; genauer gesagt ein Modaladverb.
  • Nomenen und Adverbien: Die Straße bergauf… Hier ist „Straße“ das Nomen und „bergauf“ das Adverb; genauer gesagt ein Lokaladverb.
  • Adverbien und Adverbien: Er geht vielleicht weg. Hier ist „weg“ das erste Adverb, auf welches sich das zweite Adverb „vielleicht“ bezieht. „Weg“ ist ein Lokaladverb und „vielleicht“ ein Modaladverb.Die Verwendung von Adverbien mit ganzen Sätzen Adverbien können nicht nur einzelne Wörter, sondern auch ganze Satzteile beschreiben.
  • Satz und Adverb: Ich weiß noch nicht, wo wir uns treffen werden. Hier leitet das Adverb „wo“ den Fragesatz ein.

Unterschiedliche Adverbkategorien

Da es im Deutschen über 1000 verschiedene Adverbien gibt, ist es hilfreich, sie in verschiedene Klassen einzuteilen. Die erste Kategorie sind die Temporaladverbien. Hierzu zählen Wörter wie morgen, nachher, später und gestern. Des Weiteren gibt es noch Kausaladverbien wie dennoch, trotzdem, deswegen und deshalb und Modaladverbien wie vielleicht, sehr, beinahe und gerne. Die letzte Klasse sind die Interrrogativ- oder Kausaladverbien. Beispiele hierfür sind warum, womit, wo und wann.