Der Begriff Drama stammt aus dem altgriechischen und bedeutet „Handlung“. Die literarische Gattung des Dramas, die Dramatik, gehört neben der Lyrik und der Ethik zu den drei grundlegenden Gattungen der Literatur.

Was gehört zum Drama?

Die großen Dramen sind auf der Theaterbühne zu Hause.

Die großen Dramen sind auf der Theaterbühne zu Hause.

Im Gegensatz zu den anderen Literaturgattungen zeichnet sich das Drama dadurch aus, dass die Handlung in Dialogen ausgedrückt wird. Es handelt sich also meistens um Texte mit Rede und Gegenrede. Dramen wurden schon in der Antike aufgeführt. Schon Aristoteles verfasste welche, die sich nach ihrer Thematik in Tragödien und Komödien aufteilen ließen. Außerdem wird beim Drama das Vers- und das Prosadrama unterschieden. Hauptsächlich werden Dramen für das Theater geschrieben. Meistens sind sie in Akte, Szenen und Auftritte unterteilt. Im 20. Jahrhundert entstanden außer den ursprünglichen Komödien und Tragödien auch noch das Soziale Drama, das Analytische Drama und das Psychodrama. Außerhalb des Theaters ist auch das Hörspiel, das Filmdrama und das Lesedrama Bestandteil der Dramatik.

Woyzeck – ein typisches Drama

Georg Büchners „Woyzeck“ ist typisches Beispiel eines Dramas. Das wohl bekannteste Werk des deutschen Dichters und Dramatikers ist eigentlich ein Fragment, der Tod des Verfassers verhinderte die Fertigstellung. Trotzdem ist der“ Woyzeck“ eines der meistgespielten und wichtigsten Dramen der deutschen Literatur. Es zählt zum Typ des sogenannten offenen Dramas, vorallem wegen der lockeren Folge der Episoden. Erst 42 Jahre nach dem Tod von Georg Büchner wurde das Fragment des „Woyzeck“ von dem österreichischen Schriftsteller Karl Emil Franzos in einer stark überarbeiteten Fassung des Orginals publiziert und und es gibt bis heute nicht nur eine Woyzeck Interpretation und Woyzeck Zusammenfassung. Vielmehr existieren viele verschiedene Bühnen-und Lesefassungen des Werkes. 1913 wude der „Woyzeck“ zum ersten Mal im Residenz-Theater München aufgeführt. 27 Mitwirkende standen außer den Komparsen auf der Bühne. Bis heute sind mehr als 400 Neuinszenierungen auf großen Bühnen nachweisbar, aber auch Studententheater, Schülertheater, sogar Theater der alternativen Szene spielen das Stück in verschiedenen Interpretationen immer wieder. Die Geschichte des psyschisch labilen, ausgenutzten und gedemütigten Soldaten Woyzeck, der am Ende des Stückes seine Geliebte Marie umbringt hat viele Facetten und auch dem heutigen Publikum jede Menge zu sagen.