Die Zentripetalkraft wirkt im Zusammenhang mit einer Kreisbewegung. Bei einer gleichmäßigen Kreisbewegung wirkt auf den sich bewegenden Körper immer eine gleichmäßige Kraft. Diese wird auch Zentripetalkraft genannt – sie zeigt immer zum Kreismittelpunkt. Das Wort leitet sich vom lateinischen „petere“ ab, was so viel wie „sich bewegen“ oder „streben nach“ bedeutet. Erstmals erwähnte Isaac Newton den Begriff als anziehende Zentralkraft. Die Zentripetalkraft sollte laut Newton der Gegensatz zur Zentrifugalkraft sein.Gäbe es diese Zentripetalkraft, die auch Radialkraft genannt wird, nicht, würde sich der Körper nach dem Trägheitsgesetz immer in die Richtung des momentann Geschwindigkeitsvektors bewegen.

Sie berechnet sich wie folgt:

F = m * v² : r

Dabei ist F die Kraft, welche errechnet werden soll, m die Masse des Gegenstandes in der Einheit Kilogramm, v die Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde (m/s) und r ist der Radius des Kreises in Metern.

Bei einem Wirbelsturm fungiert die Zentripetalkraft als Druckgradient und sorgt für den nötigen Unterdruck.

Bei einem Wirbelsturm fungiert die Zentripetalkraft als Druckgradient und sorgt für den nötigen Unterdruck.

Zentrales Beispiel für die Zentripetalkraft ist die sich drehende Erde. Diese bewegt sich in einer Kreisbahn um die Sonne. Die Gravitatioskraft, welche von der Sonne ausgeht, ist bei dieser Bewegung gleichzeitig die Zentralkraft. Diese ist ein wenig anders, als die Zentripetalkraft. Die Differenz dieser beiden Kräfte erzeugt eine Kraft, die dafür sorgt, dass sich die Erde unterschiedlich schnell dreht, je nachdem, ob sie in der Nähe der Sonne ist oder weiter weg.
Stellt man sich einen Wirbelsturm vor, so ist in seinem Inneren ein Unterdruck. Die Zentripetalkraft ist hier der Druckgradient, der für diesen Unterdruck verantwortlich ist.
Ein einfach nachzumachendes Beispiel für die bildliche Darstellung dieser Kraft lässt sich durch die Verwendung eines Steins und eines Seils selbst machen. Hierzu bindet man einen Stein fest an ein Seil. Nun wendet man Kraft an, um den Stein am Seil gerade um den eigenen Kopf kreisen zu lassen. Die aufgebrachte Kraft ist die Radialkraft. Ausrechnen kann man diese Kraft, indem man weiß, wie schwer der Stein ist, wie groß der Radius r (so lang wie das Seil) und wie groß die Geschwindigkeit r ist.