Schon Kindern und Jugendlichen ist Lernstress ein Begriff. In der Schule wird viel erwartet, es werden immer wieder Leistungsüberprüfungen angesetzt und die Schüler sind einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt.

Doch nicht nur Schüler und Studenten müssen sich mit Lernstress konfrontieren, auch Erwachsene die nebenberuflich eine Weiterbildung machen, müssen vieles aushalten. Sie müssen nicht nur den alltäglichen Anforderungen im Job gewachsen sein, sondern haben den Lernstress noch zusätzlich. Das ist eine Doppelbelastung, mit der viele Probleme haben. Um nicht ernsthaft negative Konsequenzen zu spüren, ist es wichtig, den Lernstress zu kompensieren.

Besonders wichtig ist es, sich neben all den Anforderungen von Außen irgendwie genug Zeit für sich zu nehmen. Das sollte Zeit sein, die man zur freien Verfügung hat, in der man seinen Hobbies nachgehen kann, man vielleicht ein gutes Buch liest oder ein entspannendes Bad nimmt. Der Körper und der Geist sollten die Möglichkeit haben abzuschalten und zu regenerieren. Für viele, die dem Lernstress verfallen sind ist es hilfreich, sich feste Tagesabläufe zu setzen. Dieser Plan enthält dann also die Arbeitszeit, die Zeit in der Schule und eventuell auch noch Zeit zum Lernen.

Der Lernaufwand kann von Ausbildung zu Ausbildung sehr unterschiedlich sein, einige erfordern nur sehr wenig Zeit zum Lernen neben dem Unterricht, andere mehr. Auch hängt der Aufwand natürlich vom eigenen Lerntempo ab. Manche müssen nach dem Unterricht noch Lernstoff nacharbeiten, wenn sie das eine oder andere nicht verstanden haben. Andere widerrum müssen dafür keine Zeit verwenden. Wer schon im Job viel am Schreibtisch sitzt und dann nach der Arbeit auch noch die Schulbank drückt, leidet häufig unter Bewegungsmangel. Auch dieser kann zu Lernstress führen, denn je weniger sich der Körper bewegt, desto anfälliger ist er für Überforderung und Frustrationsgefühl. Bewegung tut dem Körper und dem Geist gut, sie macht wieder frisch, bringt gute Laune und steigert die Leistungsfähigkeit. Wer also bei der Arbeit in der Pause mal einen Spaziergang an der frischen Luft macht statt sich weiter im muffigen Büro aufzuhalten, der tut schon einiges gegen Lernstress. Je ausgeruhter und fitter man sich fühlt, desto weniger Lernstress kommt auf.

Neben genügend Bewegung ist auch ausreichend Schlaf sehr wichtig. Wer morgens um 8 Uhr zur Arbeit geht, 16 Uhr Feierabend hat und um 17.30 Uhr dann wieder zur Weiterbildung muss, um dann gegen 22 Uhr wieder zuhause zu sein leidet oft unter Schlafmangel. Auch dieser kann die Anfälligkeit für Lernstress begünstigen. So kann zum Beispiel ein 20-minütiges Mittagsschläfchen Wunder tun und gleich für neuen Elan sorgen.