Auf dem Weg zum Abschluss werden Teilnehmern einer Abendschule, wie bei allen anderen Schularten auch, zahlreiche Steine in Gestalt von Prüfungen in den Weg gelegt. Diese gilt es erst einmal zu meistern, ehe man sich selbst zu den Absolventen zählen darf. Doch wie bereitet man sich eigentlich richtig auf seine Prüfungen vor? Wie soll man sich verhalten, wenn man während der Prüfung einen Blackout hat und welche sonstigen Aspekte gilt es noch zu beachten?

Die richtige Vorbereitung

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Prüfungstipps

Um bei der Prüfung sein volles Potenzial abrufen zu können, ist es enorm wichtig frühzeitig mit der Vorbereitung zu beginnen. Der so genannte Endspurt-Stress sollte hingegen vermieden werden, da dieser in den meisten Fällen bei weitem nicht so effizient, wie eine längere Vorbereitung, ist. Die Länge der Vorbereitungsphase hängt von der jeweiligen Prüfung ab und kann mehrere Monate oder aber auch nur wenige Wochen betragen – das muss jeder selbst für sich entscheiden.

Steht fest welche Themenbereiche abgefragt werden, sollte man mit der Auswahl der richtigen Literatur beginnen. Gemäß dem Fall, dass der Dozent keine expliziten Hinweise gibt, sollte man sich dennoch bemühen zumindest Schwerpunkte in Erfahrung zu bringen. Dies ist relativ einfach daran zu erkennen, wenn der Dozent immer wieder auf ein und dasselbe Thema zu sprechen kommt. Der Kontakt zu anderen Absolventen der Abendschule, die bereits zu dem bevorstehenden Thema geprüft wurden und womöglich Kopien von alten schriftlichen Tests haben, kann in diesem Zusammenhang ebenfalls Gold wert sein.

Wer sich schwer tut immer wieder die nötige Motivation zum Lernen aufzubringen, sollte über die Teilnahme an einer Lerngruppe nachdenken, da man sich dann immer wieder mit seinen Mitstreitern austauschen und sich gegenseitig zu neuem Schwung verhelfen kann. Ein weiterer empfehlenswerter Punkt ist die Erstellung eines Lernplans. Zwar ist es schwierig diesen immer exakt einzuhalten, doch gerade bei komplexen Themengebieten kann dieser äußerst sinnvoll sein. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man nicht nur Zeit für das reine Lernen, sondern auch für Wiederholungen, Vertiefungen und unvorhersehbare Änderungen einplant. Die freie Zeit sollte hierbei aber natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Blackout während der Prüfung – was nun?

Viele haben panische Angst davor, während einer Prüfung einen Blackout zu bekommen, doch eigentlich ist die Panik vor diesem Phänomen unbegründet, immerhin kommt es nur in den allerseltensten Fällen vor. Wer dennoch einmal einen Blackout bekommt, sollte unbedingt Ruhe bewahren und sich auf gar keinen Fall zu Panik hinreißen lassen, denn das Gelernte ist in diesem Fall nicht einfach weg, sondern steht lediglich für kurze Zeit nicht zur Verfügung.

In einigen Ratgebern heißt es, dass progressive Muskelentspannung bei einem Blackout Abhilfe schaffen sollen, ob dieser Tipp jedoch wirklich so empfehlenswert ist, bleibt fraglich. Dies ist darauf zurückzuführen, dass besagte Techniken sehr gut beherrscht werden müssen, damit diese überhaupt Wirkung zeigen können, außerdem reagiert der menschliche Körper auf einen Blackout mit Flucht oder Angriff. Ein Blackout dient zum Schutz, sodass währenddessen die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen des Gehirns blockiert wird. Darüber hinaus bewirken die beiden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, dass das Denken ausgeschaltet, der Blutdruck erhöht sowie Fett- und Zuckerreserven mobilisiert werden. Daher dürfte es Betroffenen sehr schwer fallen, sich in einer derartigen Situation auf Entspannungstechniken zu konzentrieren.

Stattdessen wird empfohlen sich abzulenken oder kurzzeitig anders zu beschäftigen. Dies kann man tun, indem man beispielsweise etwas trinkt, isst oder Ränder auf einem noch unbenutzten Klausurpapier zieht. Das Ausschütteln von Händen und Füßen kann hierbei auch oft helfen. Sollte man sich dennoch nicht an das Gelernte erinnern können, kann man seinem Gehirn auf die Sprünge helfen, indem man andere Informationen fließen lässt, sodass dieses wieder aktiv wird.

Wie man bei mündlichen Prüfungen seine Nervosität verbergen kann

Prüfungsangst ist etwas vollkommen normales, das auch den Prüfern durchaus bewusst ist. Infolgedessen stellt es kein Problem dar, wenn man während einer mündlichen Prüfung etwas nervös ist. Wer jedoch unter großer Prüfungsangst leidet und eine immense Nervosität ausstrahlt, für den gibt es einige Tipps, die helfen können. Um seine Gedanken während einer mündlichen Prüfung kurz Sammeln zu können, ist es wichtig Zeit zu gewinnen. Dies schafft man, indem man kurz einen Schluck Wasser trinkt oder den Prüfer darum bittet die Frage erneut zu stellen. Auch die Körpersprache spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Die Arme zu verschränken oder in den Hosentaschen zu verstecken, macht keinen guten Eindruck. Stattdessen empfiehlt es sich seine Hände zur Unterstützung der eigenen Worte zu benutzen.

Die richtige Ausstattung für die Prüfung

Bei einer Prüfung an der Abendschule gibt es verschiedene Dinge, die man unbedingt dabei haben sollte. Hierzu zählen beispielsweise das Schreibzeug (Kuli, Füller, Markierstift), ein Lineal oder Geodreieck und auch ein Taschenrechner, um Aufgaben berechnen zu können. Damit das Gehirn durchgängig arbeiten kann, ist es außerdem immens wichtig viel zu trinken und zu essen. Vor allen Dingen Traubenzucker, Schokoriegel und Obst sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel hoch bleibt und man sich auch über längere Zeit hinweg konzentrieren kann. Wer absolute Ruhe bei der Bearbeitung seiner Aufgaben braucht, sollte eventuell über den Einsatz von Ohropax nachdenken, da diese die Wahrnehmung von sämtlichen Außengeräuschen unterbinden.