Ein Abendstudium ermöglicht es vor allem Berufstätigen, sich neben ihrem Beruf weiterzubilden. Das erfordert jedoch ein besonders hohes Maß an Disziplin.

In der Regel ist die Aufnahme eines Abendstudiums darüber hinaus an die Erfüllung bestimmter Zugangsvoraussetzungen gebunden. Zwar variieren diese von Anbieter zu Anbieter, jedoch wird in den meisten Fällen die allgemeine oder die Fachhochschulreife vorausgesetzt. Potenzielle Bewerber werden daher oftmals dazu aufgefordert, nach ihrem Realschulabschluss ihr (Fach-)Abitur zu machen, um für die Aufnahme an einer Abendschule in Betracht gezogen zu werden.

Um jedoch eine breite Masse an Bewerbern ansprechen zu können, ermöglichen immer mehr Abendschulen den Zugang zu einem Abendstudium mittels einer beruflichen Qualifikation. Bewerber, welche also beispielsweise nach ihrem Realschulabschluss eine berufliche Ausbildung in Angriff genommen haben, erfüllen in der Regel die geforderten Zugangsvoraussetzungen.

Vor allem künstlerisch ausgerichtete Abendschulen bieten jedoch auch Bewerbern mit einem Realschulabschluss ohne eine anschließende berufliche Ausbildung die Möglichkeit, neben dem Beruf zu studieren. Hierbei zu beachten sind in jedem Fall die geforderten Noten in Bezug auf den Realschulabschluss. Wer also einen guten Realschulabschluss vorweisen kann und die oftmals geforderten Einstellungstests souverän besteht, hat die Möglichkeit eine zusätzliche Qualifikation zu erwerben, ohne auf seinen Beruf verzichten zu müssen.

Wann der Realschulabschluss erworben wurde, spielt keine Rolle. Zwar unterliegt das Schulwesen ständigen Reformen, jedoch verliert ein erworbener Realschulabschluss nicht seine Gültigkeit. So sollen vor allem Bewerber angesprochen werden, die eine langjährige Berufstätigkeit vorweisen können und somit das in Bezug auf das Studium geforderte Fachwissen mit einbringen. Hieraus resultierend lässt sich unter Umständen die Dauer des Studiums sogar verkürzen.