Duale Studiengänge sind eine beliebte Möglichkeit, Beruf und Studium zu vereinbaren

Duale Studiengänge sind eine beliebte Möglichkeit, Beruf und Studium zu vereinbaren

Wenn es um Angebote für ein Studium geht, gehören berufsbegleitende oder berufsintegrierte Studiengänge unbedingt dazu. Diese Studiengänge werden parallel zu einer beruflichen Tätigkeit in Teilzeitform angeboten. Die Hochschulgesetzgebung der Länder enthält aus diesem Grund Regelungen, die das Anlegen grundständiger Studiengänge in der Weise fordern, dass sie neben einer teilweisen Berufsausübung oder neben Betreuungsaufgaben (Kinder- oder Krankenbetreuung) absolviert werden können.

Um parallel zur Berufstätigkeit oder zur Ausbildung zu studieren, hat man normalerweise zwei Möglichkeiten. Berufsintegrierte Studiengänge, welche zum dualen Studium gehören, sind eine erste geeignete Studienform. Sie ermöglichen Berufstätigen mit einem bereits erworbenen beruflichen Abschluss ein Studium an einer Hochschule, ohne die Berufstätigkeit zu unterbrechen. Im Unterschied zu berufsbegleitenden Studiengängen ist die Ausübung des Berufes ein unmittelbarer Bestandteil des Studiums. Bei einem berufsintegrierten Studium haben jeweilige Bewerber in der Regel immer eine Berufsausbildung abgeschlossen. Oft verfügen Sie sogar über eine mehrjährige Berufserfahrung. Mit einem erfolgreichen Studienabschluss in der Tasche besitzt man den akademischen Grad Bachelor, teilweise auch einen Master-Abschluss.

Die Kombination von Studium und beruflicher Teilzeittätigkeit kann unterschiedlich erfolgen. Studieren und Arbeiten kann tageweise oder in Blöcken erfolgen. Eine Teilzeitbeschäftigung kann explizit zwischen Studierendem und Unternehmen vereinbart werden, akademische Ausbildung und Berufstätigkeit wechseln einander ab. Die betriebliche Freistellung für das Studium sichert ein Kooperationsvertrag zwischen allen Beteiligten. Dabei können Festlegungen enthalten sein, die eventuelle Nacharbeit, Gehaltskürzung oder die Entgeltfortzahlung betreffen.

Abhängig von den Studien- und Tätigkeitsanteilen beträgt die Dauer des Studiums mit Bachelor-Abschluss acht bis zehn Semester. Studienmöglichkeiten bieten häufig Fachhochschulen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen, Informatik sowie Gesundheit/Pflege und Soziale Arbeit an. Dabei handelt es sich um vollwertige Studiengänge, wobei sie sich vom herkömmlichen Studium lediglich hinsichtlich ihrer Studienorganisation unterscheiden. Die Studienabschlüsse sind gleich denen von Vollzeitstudiengängen.

Die zweite Möglichkeit zum Studieren neben der betrieblichen Vollzeittätigkeit bietet sich mit einem berufsbegleitendem Studium. Da die Berufsausübung bei dieser Studienform nicht zwingend gegeben ist, zählen diese Studiengänge nicht direkt zum dualen Studium. Berufsbegleitende Studiengänge können als Abend-, Teilzeit- oder Fernstudium an Fachhochschulen, privaten Bildungsakademien oder Fernuniversitäten absolviert werden. Studientätigkeit und Berufausübung laufen voneinander losgelöst nebeneinander. Das Studienthema muss daher auch nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun haben. Das Studieren neben dem Beruf erfordert von Studierenden viel Engagement, denn bei einem Fachhochschulstudium macht das Studieren zu Hause etwa 70 Prozent aus. Den restlichen Teil bilden regelmäßige praxisorientierte Präsenzphasen an den Schuleinrichtungen.