Viele Menschen merken im Laufe ihres Arbeitslebens, dass sie mit ihrem Beruf nicht die richtige Entscheidung getroffen haben. Es kann sein, dass der Beruf erst im Laufe der Zeit unzufrieden macht oder dass man relativ schnell nach Arbeitsbeginn bemerkt, dass die Branche nicht die Richtige ist. Die Lösung in diesem Fall kann eine Umschulung sein, für viele Frauen ergibt sich zum Beispiel der Wunsch nach einer Umschulung zur Erzieherin.

Als Erzieherin hat man viele Einsatzmöglichkeiten und kann sich um Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf verschiedene Weise kümmern. Eine Umschulung zur Erzieherin ist eine gute Entscheidung, sofern man sich den Herausforderungen des Berufs gewachsen fühlt. Auf jeden Fall braucht man viel Geduld, Einfühlsvermögen, starke Nerven und viel Motivation.

Aktuell werden in Deutschland noch über 40.000 Erzieherinnen gebraucht, weshalb eine Umschulung zur Erzieherin eine wirklich lohnenswerte Angelegenheit ist. Auch Männer werden in dieser Branche viel gesucht.

Die Dauer und Strukturiererung der Umschulung zur Erzieherin ist vom jeweiligen Bundesland abhängig. Es gibt aber bezüglich des Aufbaus viele Gemeinsamkeiten. Die Umschulung dauert zwei bis vier Jahre, das ist abhängig von der bereits vorhandenen Vorbildung und den Voraussetzungen des Landes. Umschulung zur Erzieherin können an Fachschulen, Berufsfachschulen oder an Berufskollegs stattfinden. Einige Hochschulen bieten inzwischen auch Bachelor- und Masterstudiengänge an. Alle Bundesländer haben bei der Ausbildung gemein, dass es immer einen Anteil an theoretischem Unterricht neben der Praxis gibt. Viele Schulen haben es so geregelt, dass zum Beispiel während der ersten zwei Jahre hauptsächlich theoretischer Unterricht stattfindet, gekoppelt mit einigen Monaten Praktikum im Jahr. Im dritten Ausbildungsjahr findet dann das Anerkennungsjahr statt, dass vollständig in einer sozialen Einrichtung absolviert wird. Der Unterricht während der Umschulung zur Erzieherin bereitet auf die Arbeit in den verschiedenen sozialen Einrichtungen vor, unter anderem auf den Alltag in einem Kindergarten oder einem Kinderhort. Die pädagogischen Vorraussetzungen und das nötige Fachwissen werden vermittelt. Auch berufsbezogene Fächer wie Deutsch, Englisch und Technik werden unterrichtet.

Grundsätzlich können die Kosten für eine Umschulung zur Erzieherin von der Agentur für Arbeit übernommen werden. In welcher Höhe und für welche Dauer, ist hier wieder vom Bundesland abhängig. Grundsätzlich hat man aber gute Chancen auf eine Förderung, sofern nach der Umschulung zur Erzieherin die Jobchancen besser stehen als vor der Umschulung. Die Umschulung zur Erzieherin findet in Vollzeit statt, sodass man wahrscheinlich kaum Chancen hat, nebenher noch arbeiten zu können. Daher ist es oft nötig, neben der Finanzierung der Umschulung zur Erzieherin noch zusätzliche Gelder der Agentur für Arbeit in Anspruch zu nehmen, damit das tägliche Überleben gesichert ist. Im berufspraktischen Jahr kann man allerdings mit einer Bezahlung von Seiten des Betriebes rechnen.