Eine Weiterbildung zum Betriebswirt ermöglicht es dem Arbeitnehmer, auf dem zweiten, d.h. nicht akademischen Bildungsweg eine kaufmännische Qualifikation zu erlangen, die ihm diverse potenzielle neue Aufgabenbereiche eröffnet. Auch der Schritt in die Selbständigkeit kann so vereinfacht werden. Betriebswirte befassen sich allgemein mit der Planung. Durchführung und Überwachung verschiedener kaufmännischer Abläufe.

Findet die Weiterbildung zum Betriebswirt berufsbegleitend statt, dauert sie meist vier Jahre. In Vollzeit werden zwei Jahre benötigt. Während dieser Zeit eignet sich der Teilnehmer Kenntnisse an, die ungefähr dem Wissensstand des Grundstudiums der Wirtschaftswissenschaften entsprechen. Vermittelt werden Kenntnisse unter anderem in Marketing, Finanz- und Personalwirtschaft und kaufmännischen Grundlagen. Es besteht die Möglichkeit, sich auf einen Bereich zu spezialisieren, wie beispielsweise Informationswirtschaft, Finanzmanagement oder Personalwesen. Auch das Erlernen mindestens einer Fremdsprache kann im Rahmen der Weiterbildung erfolgen. Als Voraussetzung für die Teilnahme an einer solchen Weiterbildung gilt eine kaufmännische Ausbildung mit mindestens einem Jahr Berufspraxis bzw. eine sonstige abgeschlossene Berufsausbildung mit mindestens fünf Jahren Praxis.

Nach dem Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt hat der Absolvent verschiedene berufliche Perspektiven. Er kann beispielsweise als Sachbearbeiter tätig werden oder eine leitende Position im mittleren Management anstreben. Auch eine freiberufliche Tätigkeit, zum Beispiel als Berater für Unternehmen, ist möglich. Je nach Kompetenz stehen die Berufschancen verhältnismäßig gut. Wie in vielen anderen Berufen auch sollte aber auch der Betriebswirt an Zusatzqualifikationen denken. In Zeiten der Globalisierung wird vermehrt Wert auf Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen gelegt. Wer sich auf dem nationalen und internationalen Markt behaupten will, darf diese Bereiche nicht vernachlässigen.